Anna Maria Haas
Claudia H.
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Rainer S.
Rainer S.

Mit ‘wut’ getaggte Artikel

Dem Baby das Leben verweigert

Donnerstag, 26. November 2009

Ultraschall vom Ungeborenen © Suprijono Suharjoto - Fotolia.com

In diesem Blogeintrag schilderte die Autorin ihr Unverständnis über eine schwangere Frau, die bereits mehrfach abgetrieben hatte und dies ein weiteres Mal tun wollte. Die ehrenamtliche Beraterin schrieb: „Ich habe ihr dann Bilder von Babys im Anfangsstadium der Schwangerschaft gezeigt, sie darauf hingewiesen, dass dieses kleine Wesen lebt und eine Berechtigung hat auf die Welt zu kommen.“ Die Autorin machte der Frau konkrete Hilfsangebote, die diese aber nicht annehmen wollte.

Den Original-Eintrag der Autorin haben wir aus dem Netz genommen, um etwaige Rückschlüsse auf die beschriebene Frau zu vermeiden. Vielen Dank für die konstruktive Kritik von Kommentator/in FT.

Die Blog-Redaktion

Auf eigenen Beinen stehen

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der Kommentar zu meinen ersten Beitrag hier im Webtagebuch, hat mich sehr getroffen. Ich nehme mit Sicherheit niemand in Mannheim die Arbeit weg. Ich musste ja von Thüringen weg, weil die ARGE es gesagt hat. Ich bin unter 25, und deshalb verpflichtet mich deutschlandweit zu bewerben und jedes Jobangebot anzunehmen – egal wie weit weg das ist. Hätte ich den Job hier nicht angenommen, hätte ich eine 100 prozentige Sperre bekommen und hätte zuhause ausziehen dürfen. Ich musste meinen Eltern ja monatlich 254 Euro abdrücken, nur dass ich zu Hause wohnen durfte. (weiterlesen…)

Wer nichts hat, ist wenig wert

Montag, 12. Oktober 2009

Alte Schuhe © Jörg Jahn - Fotolia.comHallo an euch da draußen. Habe mich lange nicht mehr gemeldet, war krank. Hatte wieder eine Lungenentzündung. Es ist so viel passiert, dass ich es gar nicht fassen kann, wie steil ein Abstieg noch werden kann. Habe diesen Monat ein Haushaltsbuch angefangen. Nach dem Bezahlen aller Rechnungen bleibt nicht einmal Geld fürs Essen ab dieser Woche übrig. Werde nächste Woche zur Tafel gehen und ich danke Gott dafür, dass es diese gibt, auch wenn es große Überwindung kostet. (weiterlesen…)

Teewasser und seine Folgen

Montag, 24. August 2009

kessel auf dem herd 03© Bernd Kröger - Fotolia.com„Ach so, verstehe“, schnauze ich ihn an und zeige mit dem Finger auf meine Stirn. „Du glaubst also, ich habe da doof stehen?“ Am Ausmaß meines Ärgers merke ich, dass ich genervt bin und Björn nicht sehen will. Ruhe, Zähne aufeinander, Schweigen. Geht aber nicht. Er steht weiterhin vor mir, ist in der Zwischenzeit aber rot angelaufen. (weiterlesen…)

Gedanken zu “Verschwende deine Jugend”

Mittwoch, 19. August 2009

Als ich das letzte Mal am PC saß und einen Eintrag schreiben wollte, bin ich am Thema gescheitert. Ich habe ihn nicht veröffentlicht. Eigentlich wollte ich etwas über den Beitrag „Verschwende deine Jugend“ bzw. die Kommentare dazu schreiben. Der Kommentar von Gohl spricht etwas in mir an. (weiterlesen…)

Der ganz normale Haushaltswahnsinn

Sonntag, 17. Mai 2009

Ich bin genervt. Wohnung aufräumen stand heute auf meinem Zettel. Im Keller stand, noch, von meinem Vormieter, ein Schrank von Ikea. Noch eingepackt, und ich dachte, den benutze ich jetzt für meine Abstellkammer. Da bewahre ich meine Kleidung derzeit in aufgestapelten Kartons auf. Jetzt steht diese Schrankattrappe aufgebaut im Keller. In der Wohnung habe ich ihn hin und hergeschoben und festgestellt, dass meine Provisorien, praktischer, solider und auch ästhetischer sind.

Den Schwachsinn hätt ich mir sparen können. Hab meinen Müll rausgebracht und konnte mich wieder über meine Mitbewohner freuen. In diesem Haus gibt es zwölf Mietparteien. Da ich für mich allein eigentlich nichts koche, habe ich als Biomüll praktisch nur meine Kaffee-Filter. Jedes mal wenn ich sie runterbringe, stelle ich fest, der einzige Biomüll dieses Hauses sind meine Kaffee-Filter. Aber immer sind in zwei von drei Biomülltonnen Plastik-Müllbeutel und es hängt ein Zettel dran: “Tonne konnte nicht geleert werden, weil…” Vor einiger Zeit klingelte es bei mir.

Es war alles andere als aufgeräumt und ich hätte guten Grund gehabt nicht zu öffnen. Es war ein Handwerker, der die Gegensprechanlage der Haustür reparieren wollte. Dazu musste er die Summer in den Wohnungen checken. Frustriert sagte er, ich sei der einzige, der aufgemacht habe. Die Haustür weist diverse Einbruchsspuren auf (sehr hilflose Versuche und der Frust über diese zwecklosen Bemühungen hat denke ich die Gegensprechanlage gekostet) und des öfteren versuchen sich Leute durch Storys wie, ich muss das Kellerschloss von Frau Wohnt-Hier-Nicht auswechseln, könnten sie bitte die Tür öffnen. Nachdem ich dann heute einen Plastikmüllbeutel aus der Papiertonne in die Restmülltonne praktiziert habe, fiel mir ein Stapel Papiere auf. Verfassungsschutzbericht über den Kannibalen von (?). Na wenigstens bilden sich die Leute hier. Ich habe da nicht weiter in der Tonne rumgewühlt, obwohl das sicherlich ganz interessant gewesen wäre, habe mein Papier dazu gestopft und die Klappe schnell wieder zu gemacht.

Geht mich alles nichts an. Reintegration ist, womit ich mich befassen muss. Und wenn ich dann schön spare kann ich mir bestimmt bald auch mal nen Urlaub leisten. Vielleicht kommen mir dabei ja auch Aldi, Lidl, Plus und Co entgegen. Es wäre doch eine gute Idee, die Abschiebehäftlinge nach Afrika zurückrudern zu lassen. Dann könnte man besonders günstige Kreuzfahrten anbieten. Würde man den Strafvollzug privatisieren, würde so etwas bestimmt bald zum Gemeinwohl betragen. Und ne Klimaengel gibts für so eine Innovation bestimmt auch.

In Entlassungsurkunden einer Therapie steht eigentlich grundsätzlich: “XY hat wesentliche Schritte für ein zufriedenstellendes Leben gemacht und ausgebaut.” Mit meiner Therapie bin ich sehr zufrieden gewesen und meine Sichtweisen haben sich verändert. Mit 20 hätte ich zu diesem Satz gesagt: “Verarscht euch doch selber!”