Banner ZEROPOVERTY2010 hat die Europäische Union zum Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen. Mit gutem Grund, denn trotz aller Versprechungen und Anstrengungen sind wir weit davon entfernt, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf eine gelingendes Leben haben. Die Caritas fordert deshalb: Weg mit der Armut! Zeropoverty ist eine Kampagne, die in 44 Ländern gleichzeitig läuft und eines klar macht: Armut geht jede und jeden von uns an.

Die deutsche Caritas mischt sich mit einem neuen Weblog in die Diskussion ein. Auf http://blog.zeropoverty.de schreiben Betroffene und Experten, wie wir Armut vorbeugen können, wie wir sie bekämpfen und beenden können.

Es reicht nicht, alles auf Politiker abzuschieben. Doch auch die sollen erfahren, dass die Bevölkerung von ihnen Handlungen erwartet. Deshalb hat die Caritas eine Online-Petition verfasst, die eine Million Menschen unterzeichnen sollen. Darin wird gefordert:

  • Beseitigung der Kinderarmut in Europa
  • Sicherung eines Mindeststandards an sozialer Sicherung für jeden
  • Bereitstellung von mehr sozialen und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen
  • Sicherung guter Arbeitsplätze für alle Menschen

Ein Lächeln tut gut - auch mirEin Jahr lang hat dieses Weblog einen Einblick in die Welt von Menschen am Rand unserer Gesellschaft ermöglicht. 23 Autorinnen und Autoren haben aus ihrem Leben berichtet. In rund 600 Einträgen haben sie gezeigt, was sie bewegt, bedrückt und beglückt. Mit ihren Geschichten ist es ihnen immer wieder gelungen, andere zum Nachdenken. Das zeigen die Kommentare und Rückmeldungen, die wir erhalten haben.
Am Ende des Jahres haben wir alle Autorinnen und Autoren aufgefordert, noch einmal einen Artikel zu verfassen. Sie schildern darin, wie es ihnen seit dem letzten Eintrag ergangen ist und wie das Weblog-Schreiben ihr Leben beeinflusst hat.

Im europäischen Jahr gegen Armut hat die Caritas ein neues Weblog-Projekt gestartet, das diesen Blog ablöst. Auf Zeropoverty kommen Betrofffene und Armutsexperten zu Wort, die  zum gemeinsamen Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung aufrufen.

Beim zweiten Weblog geht es um Lust und Last des Lebens im Alter: Experten fürs Leben.

Flaschenpost © bilderbox - Fotolia.comEs ist spät geworden im ersten 2000er-Jahrzehnt und die Stunde der Rechnungsprüfer hat geschlagen. Es gibt viel zu bilanzieren. Neben den persönlichen Highlights und Nackenschlägen beschäftigen mich momentan knapp zwei Jahre Aufnehmendes Suchtclearing (ASC) und ein Jahr Weblog „Mitten am Rand“. Das eine geschieht in Form eines Jahresberichtes, das andere mit diesem letzten Text. Weiterlesen »

Was hat sich seit dem letzten Eintrag getan? Meine Verrichtung ist geplatzt: “Warten auf meinen Sweety“. Wir haben uns Anfang September frei gegeben und getrennt. Die Romantik ist gescheitert. Völlig unerwartet? Die Umstände der Trennung waren kurios. Wenn die Sehnsucht übermächtig wird, sucht sie bei den bedürftigen, begehrenden Menschen einen Ausweg. Doch wenn sich ein Paar trennt, ist Trauerarbeit notwendig. Isolation, um Abstand zu erzeugen. Das haben der Sweety und ich vereinbart, achtsam, liebevoll. Viele Menschen wissen nicht, wie das geht. Weiterlesen »

Sigrid H.

Sigrid H.

Hallo an alle, die mich und uns so lieb unterstützt haben und sich auch mal zu Wort gemeldet haben in Form eines Kommentars. Bei mir und meinen Kindern hat sich 2009 so viel getan. Unser Abstieg ist noch nicht zu Ende und wir haben gemerkt, wie lang und tief man fallen kann. Erst wurden wir nicht beachtet, viele konnten sich Armut in Deutschland gar nicht vorstellen. Mittlerweile bekomme ich zu hören, dass wir ja nicht alleine sind und da sollte man sich halt drauf einstellen. Denn wo nichts ist, wird auch nichts hin kommen. Weiterlesen »

Wieder geht ein Jahr vorbei und ich stelle mir wieder einmal dieselbe Frage. War es ein gutes Jahr? Die Antwort fällt mir nicht leicht, aber eins weiß ich: Mein Jahr hatte viele Höhen und Tiefen. Ich bin stolz darauf, dass ich es echt alleine geschafft habe, aus den Löchern  raus zu kommen. Erst die Zeitarbeitsfirma, die mich so veräppelt hat, dann der Stress mit der ARGE, mein langer Schritt zur Verbraucherinsolvenz und mein jetziger Job, der viele Fragen aufwirft. Weiterlesen »