Schon als kleines Kind hatte Holger einen Traum: „Ich kaufe mir mal eine Harley“. Eine schreckliche Vorstellung für die Mutter, die ihren Bruder bei einem Motorradunfall verloren hatte. Inzwischen macht Holger eine Ausbildung im Betrieb seines Vaters. Die Leidenschaft für den Motorradsport ist geblieben. „Wenn ich bald eigenes Geld verdiene, kaufe ich mir ein Mofa“, lautete seine Ansage. Doch dann kam alles anders. (weiterlesen…)
Mit ‘traum’ getaggte Artikel
Abgerutscht
Freitag, 06. November 2009Happiness is a warm gun
Mittwoch, 09. September 2009
Manchmal träume ich von meiner Freundin und von Jeffrey Lee Pierce. Wir drei sind wieder im Leben vereint. Nicht in New York, London, Paris, Amsterdam, Hamburg oder Köln, sondern im Sauerland. Pierces Band The Gun Club gastiert ausgerechnet im beschaulichen Arnsberg mit einem halbwegs aufgeräumten Jeffrey Lee on stage und blauen Tour-Shirts am Merchandising-Stand. Der Sänger und Gitarrist war, wie viele meiner Klienten auch, ein verwegener Drogenvernichter. (weiterlesen…)
Eine nicht ganz normale Arbeitswoche
Samstag, 08. August 2009Auf der Arbeit war ziemlich was los in den letzten Tagen. Am Sonntag wurde 150 Meter von mir entfernt eine Pythonschlange eingefangen. Davon habe ich allerdings nichts mitbekommen, da ich an der Säge stand. Mitbekommen habe ich dann aber den Einsatz des Kampfmittelräumdienstes. Die waren mit drei Fahrzeugen da und haben, anders als kalkuliert, schon am zweiten Tag die Bombe, die bisher so friedlich im Mühlteich lag, geortet. Kurz darauf waren dann auch Feuerwehr und Polizei dort. Um dem landschaftlichen Idyll dann die letzte Ruhe zu rauben hat man begonnen mit Kettensägen und einem schweren Bagger die 750 Jahre alte Umflut zu renaturieren. (weiterlesen…)
Den Liebenden gehört die Welt
Montag, 06. Juli 2009Mit Romantik ist es ja wie mit dem Mond und der Nacht. Dem Wald oder dem Strand. Was meinst Du? Wenn ich Dir Romantik erklären müsste, also meine persönliche – das, was mich anrührt, etwa so – dann ist es die Sache mit dem Mond und dem Wald: Mein Sweety ist nah und bei mir, ich bin mit ihr verschmolzen, eins geworden. Und sie weiß: Die Nacht (und ich) sind nicht das Böse oder das Unheimliche, sondern das Mysteriöse… das uns (sie) schaudert und zugleich anzieht. Uns, den Liebenden, gehört die Welt. Tröööt!
Die Anstaltströte ist ein dunkler Grundton, er entzerrt und durchdröhnt meine Gedanken, aber nur so, dass es lediglich stört, nicht aber mich aufschreckt. Es ist das Signal, das in das Drecksloch dringt, als wenn ein Dampfer in einem mit Mistwasser verseuchten Schifffahrtskanal quer einläuft und alles beiseite hornen will. Es ist aber Zeit heißes, sauberes Wasser zu fassen, dann Schließgeräusche. Der sogenannte Aufschluss für Nichtarbeiter steht an.
Heute habe ich mir einen Traum verwirklicht
Freitag, 19. Juni 2009Der Nachmittag neigt sich langsam dem Ende zu. Auf dem Markt ist großes Zusammenpacken angesagt, ein Klappern, Türen schlagen, Motorengeräusche, Gemurmel. Ich sitze am Fuße des Hanfrieds, unseres Universitätsgründers und schreibe. Heute habe ich mir wieder einen Traum verwirklicht. In unserer Stadtkirche spielte jemand Nettes so schön Orgel. Freies Spiel, Improvisation. Ich ging auf die Empore und bat ihn im Piano zu spielen. Dazu gab es gelesene Gedichte, Liedtexte aus dem Gesangbuch und frei Gesprochenes von mir. Das war ein Gefühl, da oben zu stehen und zu rezitieren, in die große Hallenkirche hinein.
Einige Leute waren im Gotteshaus, die sich alles ansahen. Früh war es mir schwindelig und ich habe mich zum Arbeiten gezwungen. Und mittags dieses Geschenk, dieser Moment, dieses innige Erleben – einfach toll. So etwas stärkt, macht Freude und ist lange in der Erinnerung. Davon zehre ich an Tagen, wo es mir nicht so gut geht. Wie Sternstunden der Menschheit – unvergesslich. Meinem Orgelspieler gefiel diese Aktion auch gut. Vielleicht, wenn es die Zeit hergibt, wiederholen wir dieses Experiment. Da fällt mir doch folgendes Zitat ein von Charlie Chaplin “Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum”.
Mut zu guten Taten wünscht Musesuse aus Jena
Fühle mich leer und umgekrempelt
Freitag, 19. Juni 2009Endlich schaffe ich es mal wieder zu schreiben. Vorherige Woche wurde es damit ein bisschen schwierig, weil ich auf mich und meine Trockenheit aufpassen musste. Meine Freundin und liebster Mensch erzählte mir letzte Woche endlich mal etwas von einem anderen Mann. Nachdem ich ihr nun 4,5 Jahre lang genau dies ans Herz gelegt habe: Sieh dich nach einem anderen um.
Der Hartz-4-Umstand gibt mir nicht die Chance einer Hoffnung oder eines guten Gefühls bei der Vorstellung vom gemeinsamen alt werden, wie ich es noch während meiner Alkoholtherapie vor fast sechs Jahren hatte. Von alldem ist nur noch ein Traum geblieben, der mich spüren lässt, wie leer ich mich fühle, wie umgekrempelt, alle Vorstellungen vom gemeinsamen alt werden sind rausgefallen. Oft überkommt mich die Lust, die Leere mit Alkohol zu füllen, um den Traum darin zu ersäufen. Aber bisher, dank meines Hundes und meines Willens, bin ich trocken geblieben. Bis bald


