Zehntausende belagern die weihnachtlich geschmückte Innenstadt, Glühwein selig und Reibeplätzchen gesättigt. Von der größten Wirtschaftskrise seit der letzten größten Wirtschaftskrise ist nichts zu spüren. Die Menschen zeigen sich unbeeindruckt wie dicke Raupen, die sich durch saftige Blätter schmatzen. Willkommen daheim in Köln. Vier Wochen Urlaub sind vorbei, die Arbeit hat mich wieder. (weiterlesen…)
Mit ‘therapie’ getaggte Artikel
Shore, Koka und Benzos nebenbei
Donnerstag, 10. Dezember 2009„Ich bin doch nicht blöd“
Mittwoch, 18. November 2009
Der alte Seneca kann einpacken. Sein Satz klingt ohnehin so abgenudelt wie die Hits von Dieter Bohlen: Für die Schule lernen oder für das Leben? Das sind Alternativen von gestern. Heute wird nur noch für den Cash gelernt. Bohlen hat das längst begriffen. Und mein Star-Schnorrer Frederick auch. „Na, willste auch mal was checken?“, begrüßt er mich vorm Kaufhof, nachdem er mich zuvor lange genug nicht beachtet hat. „Aber du weißt ja: probieren geht über studieren.“ (weiterlesen…)
Wo bleibt das Echo?
Sonntag, 01. November 2009
Seit etlichen Tagen drücke ich mich um diesen Eintrag herum. Für mich ist das Schreiben hier an einen Grenzpunkt gekommen. Schon im Seminar in Berlin dachte ich, dass es nur noch darum gehen kann, hier das letzte Jahr zu reflektieren. Kein guter Gedanke. Leider habe ich das zu spät bemerkt. Bisher habe ich mich bemüht, so ungefiltert wie möglich zu schreiben. Habe versucht, die Einträge möglichst schnell zu vergessen. Doch das geht nicht mehr. Gefühle brechen auf. Und jedes Gefühl ist auch ein Rufen. Ein Rufen, das sich nach Echo sehnt. (weiterlesen…)
Erinnerungen an die Psychiatrie 2
Freitag, 28. August 2009
Damals 1989, also noch vor der Wende, war mein Aufenthalt in der Jenaer Psychiatrie doch sehr von den schlimmen Nebenwirkungen von Halloperidol und anderen Medikamenten geprägt. Ich hatte eine schlimme Unruhe in den Beinen, war total verkrampft und ruhig gestellt. Eine unheimliche Schwere und ein eingegipstes Gehirn waren die gefühlten Folgen. Mechanische Bewegungen, starrer Blick und Muskelsteifheit – kurzum mir ging es total schlecht. (weiterlesen…)
Erinnerungen an die Psychiatrie 1
Mittwoch, 26. August 2009Heute Mittag habe ich noch ein wenig sauber gemacht in der Gärtnerei. Ganz in Gedanken versunken habe ich meine Bahnen gezogen im Büro und woanders. Ich habe über die Psychiatrie nachgedacht, in der ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe. 1989 war ich nach meinem ersten Nervenzusammenbruch dorthin gekommen. Es war für mich ein sehr ungastlicher Ort. (weiterlesen…)
Vererbt sich Gewalt?
Dienstag, 25. August 2009Gestern nachdem ich meinen Tagebucheintrag beim Nervenarzt geschrieben hatte, war das Problem auf dem Papier. Erleichtert ging ich zum Gespräch. Wir plauderten über alles Mögliche, dann gab es die Spritze. Denn solche ernsthaften Themen, die einen so bewegen oder gar verfolgen, sind auch ein Alarmsignal für den behandelnden Nervenarzt die Medizin höher zu dosieren. So denkt man doch an vieles in der Vergangenheit, zum Beispiel, ob Gewaltbereitschaft erblich ist. (weiterlesen…)


