Thorsten Bathe
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Rainer S.
Thorsten Bathe
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Mit ‘sucht’ getaggte Artikel

Flaschenpost ins Meer geworfen

Dienstag, 22. Dezember 2009

Flaschenpost © bilderbox - Fotolia.comEs ist spät geworden im ersten 2000er-Jahrzehnt und die Stunde der Rechnungsprüfer hat geschlagen. Es gibt viel zu bilanzieren. Neben den persönlichen Highlights und Nackenschlägen beschäftigen mich momentan knapp zwei Jahre Aufnehmendes Suchtclearing (ASC) und ein Jahr Weblog „Mitten am Rand“. Das eine geschieht in Form eines Jahresberichtes, das andere mit diesem letzten Text. (weiterlesen…)

Man kann ja nicht alles wissen

Dienstag, 24. November 2009

Heute habe ich Sybille auf einen Kaffee eingeladen. Wir hatten uns eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. „Die meisten Menschen brauchen sehr lange, um jung zu werden“, liest sie mir aus der Zeitung vor und sieht mich fragend an: „Weißt du, von wem das ist?“ „Du kennst mich doch“, antworte ich, „wie immer keine Ahnung“. „Das wusste ich allerdings nicht, dass der Herr Sozialarbeiter so ein Kunstbanause ist. Dieses Bonmot hat sich Pinsel-Titan Picasso ausgedacht“. (weiterlesen…)

„Ich bin doch nicht blöd“

Mittwoch, 18. November 2009

Geld © pixhunter.com - Fotolia.comDer alte Seneca kann einpacken. Sein Satz klingt ohnehin so abgenudelt wie die Hits von Dieter Bohlen: Für die Schule lernen oder für das Leben? Das sind Alternativen von gestern. Heute wird nur noch für den Cash gelernt. Bohlen hat das längst begriffen. Und mein Star-Schnorrer Frederick auch. „Na, willste auch mal was checken?“, begrüßt er mich vorm Kaufhof, nachdem er mich zuvor lange genug nicht beachtet hat. „Aber du weißt ja: probieren geht über studieren.“ (weiterlesen…)

Wo bleibt das Echo?

Sonntag, 01. November 2009

Der Schrei © Jonas Glaubitz - Fotolia.comSeit etlichen Tagen drücke ich mich um diesen Eintrag herum. Für mich ist das Schreiben hier an einen Grenzpunkt gekommen. Schon im Seminar in Berlin dachte ich, dass es nur noch darum gehen kann, hier das letzte Jahr zu reflektieren. Kein guter Gedanke. Leider habe ich das zu spät bemerkt. Bisher habe ich mich bemüht, so ungefiltert wie möglich zu schreiben. Habe versucht, die Einträge möglichst schnell zu vergessen. Doch das geht nicht mehr. Gefühle brechen auf. Und jedes Gefühl ist auch ein Rufen. Ein Rufen, das sich nach Echo sehnt. (weiterlesen…)

No drugs – no future!?

Freitag, 30. Oktober 2009

NO FUTURE„No drugs – no future“ – soll ich diesen Buchtitel von Günther Amendt so verstehen, dass eine Zukunft ohne Drogen nicht vorstellbar ist? Zugegeben: Manchen Klienten ermöglichen wohl erst Rauschmittel eine Lebensperspektive. Ihnen erscheinen die Nachteile beispielsweise einer Heroinsucht annehmbarer als das, was sie mit dem Konsum vergessen wollen. Aber sie finden selten Erleichterung. Und die, die sie sich verschaffen, bringt sie manchmal sogar um.  Was ist also mit dem Leid und der Selbstzerstörung? (weiterlesen…)

So kann es bleiben

Freitag, 16. Oktober 2009

pflaster„Sie können sterben, wenn sie jetzt einfach gehen“, hatte ihm vor einigen Monaten die Ärztin im Krankenhaus gesagt. Erreichen konnte sie Theo damit nicht. Er war abends trotzdem abgehauen – unbehandelt. Und hat es überlebt. Am nächsten Morgen auf meinem Weg zur Arbeit habe ich ihn im Bahnhof getroffen. „Das ist nicht dein Ernst, oder?“, fragte ich ihn entsetzt. „Nee, das ist mein Klaus-Dieter“, antwortete er mit schmerzverzerrtem Gesicht. (weiterlesen…)