Thorsten Bathe
Rainer S.
Gast-Blogger
MuseSuse
Wannebad
Anna Maria Haas

Mit ‘soziale manieren’ getaggte Artikel

Aus Worten werden Orakel

Dienstag, 15. Dezember 2009

Platzende Seifenblasen © THesIMPLIFY - Fotolia.com„War klar, dass du mich wieder auf die Ballerburg warten lässt“, ärgert sich Walter. „Was regste’ dich auf, du kennst doch den Puff hier“, pflichtet ihm Roger bei. Fakt ist, dass wir immer nur so viele Klienten den Konsumraum nutzen lassen, wie er freie Plätze hat. Mit wütendem Blick in meine Richtung meckert Walter weiter: „Weißt du wie Scheiße das ist, ich bin auf Tuk.“ „Das interessiert den doch eh nicht“, antwortet Roger für mich, „der hat doch Spaß daran, uns zu traktieren“. Ein Vorwurf, den wir Mitarbeiter in diesem Zusammenhang oft hören. „Der Nächste, bitte“, sind dann die uns alle erlösenden Worte. 15 Buchstaben, die die Welt bedeuten können. (weiterlesen…)

Vorurteile, Klischees und Schubladen hinter sich lassen

Freitag, 11. Dezember 2009
Rainer S.

Rainer S.

Mir fällt es schwer, die passenden Worte für meinen Abschluss dieses Webtagebuches zu finden. Das Beginnen war einfacher, frei von Vorsätzen. Frei von Vorsätzen? So ganz stimmt das natürlich auch nicht, aber es war doch recht ungefiltert. Und habe ich auch gehofft etwas anregen zu können. Anzuregen über Klischees nachzudenken.
Vorurteile, Klischees, Schubladen sind einfach und angenehm. Eine Selbstbestätigung, bei der man sieht, was man sehen will. Mag sein, dass ein Vorurteil sogar dem manchmal gerecht wird, auf den es angewandt wird. Aber auch nur dann, wenn man den Menschen, der dahinter steht, gar nicht sehen will. (weiterlesen…)

Vor(eilige)Urteile abschalten!

Donnerstag, 26. November 2009

Rote Dreadlocks © Andrey Kiselev - Fotolia.comIch bin fast 37 Jahre alt, berufstätig, Mutter und komme aus einem bürgerlichen Haushalt. Die Menschen, mit denen ich in meinem Leben sprach oder befreundet war, konnten unterschiedlicher nicht sein. Dafür wurde ich von so genannten “Normal-Bürgern” belächelt, vielleicht sogar hinterm Rücken verspottet. Ein Beispiel: Eine Frau mit roten, langen Dreadlocks. Sie führt jeden Tag drei Hunde aus. Von anderen Hundebesitzern wird sie gemieden, abwertend belächelt.  (weiterlesen…)

Bunte Vögel und eintönige Moralisten

Montag, 16. November 2009

Mit Genugtuung erfüllt mich doch die Aussage „Ein Glück, dass es Verrückte gibt, andersartig, schräge und bunte Vögel“. Wie einfarbig sähe die Welt sonst aus. Bei allen Kritikern, Moralisten, Spießern, die uns ihre Meinung sagen. Jeder Mensch ist einzigartig. Ich versuche den Frieden zu wahren, weil ich verletzlich bin, aber lebe auch meine Träume. So auch dieses Wochenende. (weiterlesen…)

Der Nächste bitte

Dienstag, 10. November 2009

Heute ist ein großer Andrang auf die Wannenbäder. Einige Badegäste müssen warten. Dabei kommen sie miteinander ins Gespräch. Dann wird eine Wanne frei und ein Gast lässt dem hinter ihm Wartenden den Vortritt. Der ist total überrascht und bedankte sich auf seine Weise. (weiterlesen…)

Nur keine Ausländer in meinem Haus

Dienstag, 03. November 2009

Frau mit Kopftuch © amandare - Fotolia.com„Das kann ich unseren Mietern nicht zumuten“, mit dieser Aussage nahm ein Hausverwalter einer fünfköpfigen Familie die Hoffnung auf eine neue Wohnung. Nicht die drei Kinder waren das Problem. Schließlich leben ja noch mehr kinderreiche Familien in dem Haus. Nein, das Kopftuch sei das Problem. Man möchte einfach keine ausländischen Mitbewohner in dieser Hausgemeinschaft haben. (weiterlesen…)