Claudia H.
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Mit ‘psychische probleme’ getaggte Artikel

Pech in der Liebe

Montag, 19. Oktober 2009

Habe mir eine Auszeit genommen und bin zu meinen Eltern gegangen. Die Einsamkeit und Leere in Mannheim ist so schrecklich. War am Wochenende mal weg zu einer Singleparty, aber so das Richtige war es auch nicht. Habe zwar jemanden kennen gelernt, aber ob er es ernst meint, wird sich noch rausstellen. Ich kann meinen Freund einfach nicht vergessen, habe ihn so sehr geliebt. (mehr …)

Panische Angst

Dienstag, 29. September 2009

Es ist 5 Uhr morgens, die Angst pocht an. Mein Puls fängt an zu rasen. Ich werde unruhig, und der Schweiß tritt mir auf die Stirn. Der ganze Körper zittert, und ich weiß nicht warum. Ich bemühe krampfhaft mein Gedächtnis, um herauszufinden, was heute die Ursache für diesen Zustand ist. Welche unangenehmen Dinge melden sich an! Leider habe ich meine Gedanken nicht wie „normale“ Menschen unter Kontrolle. Ich befinde mich ausgerechnet heute wieder in einem Zustand, den ich aber nicht richtig schildern kann. Es ist eine panische Angst, Todesangst, die mich befallen hat. (mehr …)

Erinnerungen an die Psychiatrie 2

Freitag, 28. August 2009

Tabletten © maltedietsch fotolia.deDamals 1989, also noch vor der Wende, war mein Aufenthalt in der Jenaer Psychiatrie doch sehr von den schlimmen Nebenwirkungen von Halloperidol und anderen Medikamenten geprägt. Ich hatte eine schlimme Unruhe in den Beinen, war total verkrampft und ruhig gestellt. Eine unheimliche Schwere und ein eingegipstes Gehirn waren die gefühlten Folgen. Mechanische Bewegungen, starrer Blick und Muskelsteifheit – kurzum mir ging es total schlecht. (mehr …)

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Freitag, 31. Juli 2009

Nun bin ich wieder in Jena. Die Arbeit in der Gärtnerei und mit der Zeitung ruft. Ersteres am meisten, denn sonst nimmt kaum jemand den Besen in die Hand. Es gibt verschiedene Arbeiten, die mir angetragen sind, wie Reinigungsarbeiten, Klopapier nachlegen und anderes. Mit den schönen Erinnerungen an die Berge, am Sonnabend sind wir noch auf 2100 Meter gestiegen, mache ich mich mit Freude an meine Aufgaben. (mehr …)

Zwischen Psychiatrie und Harmonie

Sonntag, 26. Juli 2009

Wieder einmal Sonntag, wettermäßig mal Regen und Sonnenschein. Meine Mutter hat eingeladen zum gemütlichen Plausch bei Wein und selbstgebackenen Quarktaschen. Ich freue mich über die ungezwungene Atmosphäre der Unterhaltung. Die Eltern berichten von ihrem Urlaub im Schwangau und wir von der Reise auf die Insel Usedom. Schön, wenn Harmonie waltet zwischen Eltern und Kindern. War es doch nicht immer so.

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Sprungbrett ins Leben

Freitag, 17. Juli 2009

Mein Sohn Johannes hatte diese Woche seinen 19. Geburtstag. Mensch, wie die Zeit vergeht. Für uns Anlass nach Mühlhausen zu fahren, um ihn zu besuchen. Stolz zeigt er sein neues Domizil, eine kleine Wohnung, als Sprungbrett in das Leben. Höchste erreichbare Stufe in seiner Jugendeinrichtung. Hier werden Jugendliche mit psychiatrischen Problemen therapiert, die durch Sucht und anderen Auffälligkeiten hier gelandet sind.

Die Verlockung ist heute größer denn je, an Drogen heranzukommen. Gibt es doch einige entsprechende Läden, wo es die Pfeifen zu kaufen gibt, die Bongs, mit denen man Tabak wie auch Cannabis, Haschisch und anderes rauchen kann. In manchen Jugendzeitungen steht, was noch alles geraucht werden kann, von Wald und Wiese oder der Cannabisanbau auf dem Fensterbrett, der verherrlicht wird. Ich bin froh, dass mein Sohn wieder auf dem richtigen Weg ist, unterstützt vom Jenaer Jugendamt, von seiner Einrichtung, von uns und seinem eigenen Willen.

An seinem Geburtstag lud er uns zum Griechen zum Mittagessen ein. Bei der schönen griechischen Musik wurden Erinnerungen an Reisen Anfang der neunziger Jahre wach. Griechische Ziele und Sehenswürdigkeiten zu bestaunen war meine erste Reise nach der Wende. Johannes hatte zur Feier des Tages zwei Gedichte verfasst, eines über sein Leben im Moment und eines zum Lob seiner Geburt. Ein besonderes Dankeschön an mich, darauf werde ich zu Hause noch ein Gläschen Sekt trinken. Wir spazierten noch ein wenig durch Mühlhausen mit seiner zum Teil alten Architektur, Kirchen, Gassen, sehr sehenswert. Nun heißt es den Weg weitergehen, der bestimmt ist, durch das Leben.

Alles Gute wünscht Susi L. aus Jena