Wannebad
Anna Maria Haas
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Mit ‘familie’ getaggte Artikel

Weihnachten will ich nach Hause

Donnerstag, 26. November 2009

Heute hatten wir viele Badegäste. Elf Mal konnten wir unsere Kabinen belegen. Ein Gast erzählte uns, er komme aus Spanien und wolle unbedingt über Weihnachten nach Hause. Das klang sehr hart und fordernd. Als er aber über den Grund seiner Heimkehr sprach, wurden seine Worte weich und er bekam feuchte Augen. (weiterlesen…)

Hier ist die Welt noch in Ordnung

Freitag, 30. Oktober 2009

Eine ruhige Wohngegend mit gepflegten Gärten und schönen Einfamilien-Häuschen. Auf den ersten Blick die perfekte Idylle, heile Welt pur. Der Anruf einer dort lebenden Familie hat dieses Bild in unseren Köpfen zerstört. Beim ersten Besuch tauchten wir tief in eine Familientragödie ein, die für Frau und Kinder  wie aus heiterem Himmel kam. (weiterlesen…)

Über Äpfel und mehr

Montag, 17. August 2009

Mit der Mutter geht es besser als angenommen. Trotz der Diagnose, dass das Knie total kaputt ist, erledigt sie ihre Wege und besorgt auch den Garten, aber natürlich alles in Maßen. Wenn nichts übertrieben wird, kann das doch noch Jahre so weiter gehen. Unsere Mutter ist halt ein „Stehaufweibchen“, wenn möglich immer voran. (weiterlesen…)

Zwischen Psychiatrie und Harmonie

Sonntag, 26. Juli 2009

Wieder einmal Sonntag, wettermäßig mal Regen und Sonnenschein. Meine Mutter hat eingeladen zum gemütlichen Plausch bei Wein und selbstgebackenen Quarktaschen. Ich freue mich über die ungezwungene Atmosphäre der Unterhaltung. Die Eltern berichten von ihrem Urlaub im Schwangau und wir von der Reise auf die Insel Usedom. Schön, wenn Harmonie waltet zwischen Eltern und Kindern. War es doch nicht immer so.

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Vom Abschied und dem Gärtnern in der DDR

Freitag, 24. Juli 2009

Gestern hieß es Abschied nehmen von unseren jungen französischen Kollegen in der Gärtnerei. 14 Tage halfen sie, waren nette Begleiter, beide zwanzig Jahre jung und schon so viel von der Welt gesehen. Wenn ich da an meine Zeit denke in diesem Alter. Gerade die erste große Liebe erlebt, schlank und rank gewesen. In guten Zeiten 70 Kilo gewogen.

Damals arbeitete ich in einer LPG-Gärtnerei auf dem Dorf Zöllnitz. Unser Hauptgebiet waren Schnittblumen wie Anthurien, Nelken und anderes, aber auch Topfpflanzen. Schön das Arbeiten mit den Blumen. Das war mir immer eine besondere Freude. Und vor allem: ich war an der Quelle, denn in den Blumenläden der DDR gab es kaum etwas Blühendes.

Im großen Hauptbetrieb in Laasdorf wurden Gurken, Tomaten, Champions und einiges mehr angebaut. Heute kaum zu glauben, wie sich der einfache Bürger im Frühjahr über Teibhausgemüse und Blumen gefreut hat. Was krumm gewachsen war, wie bei Gurken, haben wir alles mitgenommen. Unsere Familien waren versorgt. Wurde doch in der DDR einiges unter dem Ladentisch verkauft, Freunde, Bekannte, die sowjetischen Soldaten zuerst – dann was übrig war das Volk.

Nun zurück zu unseren lieben französischen Gärtnern. Sie hatten Kuchen spendiert an ihrem letzten Tag in der Gärtnerei. Meine Gitarre war mit von der Partie zum Frühstück. Wir haben quer durch das Gemüsebeet gesungen, der Gärtnerei-Blues durfte auch nicht fehlen. Es war ein schöner Abschied. Montag kommen nochmals zwei Franzosen. Wir freuen uns schon alle auf diese Begegnung.

Blumige Grüße von der Muse Susi L. aus Jena

Kluge Worte statt Prügel

Freitag, 17. Juli 2009

Zwei Mal im Jahr gibt es Zeugnisse in der Schule. Mein Kind ist auf dem Sprung ins Gymnasium. Der Tag der Zeugnisausgabe ist immer auch ein Tag der klugen Wortwahl um das Geleistete zu würdigen und das nicht so gute kritisch zu betrachten. Der Umgang mit diesem brisanten Thema ist immer wieder schwierig für mich. Ich hatte nur Prügel bezogen für die dunklen Flecke auf meinem Zeugnis.

Ich bin stolz auf meine Tochter. Sie kämpft und kämpft, steht am Ende recht gut da und trägt es mit Fassung, dass in der Mathematik nicht ihre Stärke liegt. Sie wollte unbedingt auf das Gymnasium. Und sie hat ihr Ziel erreicht. Mit Mühe, aber geschafft.

Für sie werde ich heut Abend ein Gebet sprechen. Voller Dankbarkeit und Liebe.