SigridH
Anna Maria Haas
Tobias N.
RalphK
Rainer S.
Peter S.

Mit ‘einsamkeit’ getaggte Artikel

Armut macht unglücklich und einsam

Freitag, 18. Dezember 2009
Sigrid H.

Sigrid H.

Hallo an alle, die mich und uns so lieb unterstützt haben und sich auch mal zu Wort gemeldet haben in Form eines Kommentars. Bei mir und meinen Kindern hat sich 2009 so viel getan. Unser Abstieg ist noch nicht zu Ende und wir haben gemerkt, wie lang und tief man fallen kann. Erst wurden wir nicht beachtet, viele konnten sich Armut in Deutschland gar nicht vorstellen. Mittlerweile bekomme ich zu hören, dass wir ja nicht alleine sind und da sollte man sich halt drauf einstellen. Denn wo nichts ist, wird auch nichts hin kommen. (weiterlesen…)

Leben ohne Scheuklappen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Überfüllter Briefkasten © Anyka - Fotolia.comEine alte Dame, 90 Jahre hat sie auf dem Buckel, fast blind ist sie. Schon ein halbes Leben wohnt sie in IHREM Wohnblock. Mann und Sohn sind schon vor Jahren gestorben. Jeden Morgen verlässt sie das Haus und geht langsam mit ihrem weißen Stock zum nahe gelegenen Kiosk. Es  ist schon fast Tradition. Zwei Brötchen und eine Zeitung kauft sie ein. Man kennt die alte Frau. Doch dann passiert das Unglaubliche. (weiterlesen…)

Hauptsache der Katze geht’s gut

Freitag, 11. September 2009

Playstation 3Gestern habe ich mir eine Playstation 3 gekauft, obwohl ich sie mir eigentlich nicht leisten kann. Dafür werde ich auch den Rest des Monats sparsamer leben. Für meine Katze habe ich vorher schon gesorgt, so dass sie genügend Futter und Katzenstreu hat. Dass es meiner Katze gut geht, ist für mich am Wichtigsten. Ohne sie fühle ich mich etwas einsam. Ich wünsche mir, endlich mal wieder ein nettes Mädchen kennen zu lernen. (weiterlesen…)

Hartz 4 macht einsam

Montag, 24. August 2009

Nach langer Zwangspause, durch die von Hartz 4 geförderte Trennung von meiner Freundin bedingt, möchte ich mich nun wieder melden. Ich fühle mich immer noch ohne Antrieb, leer und ohne Perspektive. Allein mit mir, meinem Hund und Hartz 4. (weiterlesen…)

Gedanken zu “Verschwende deine Jugend”

Mittwoch, 19. August 2009

Als ich das letzte Mal am PC saß und einen Eintrag schreiben wollte, bin ich am Thema gescheitert. Ich habe ihn nicht veröffentlicht. Eigentlich wollte ich etwas über den Beitrag „Verschwende deine Jugend“ bzw. die Kommentare dazu schreiben. Der Kommentar von Gohl spricht etwas in mir an. (weiterlesen…)

Menschen ärgern um aufzufallen

Dienstag, 07. Juli 2009

Maupassant hat mal gesagt, das Einzige, was der Mensch möchte, ist seiner Vereinzelung zu entrinnen. Deswegen wuseln die Menschen noch heute zu irgendwelchen Treffen. Hauptsache es gibt dort irgendwas zu essen, zu schlürfen und der Mensch ist nicht allein. Wir leiden an einer kollektiven Aufmerksamkeitsstörung. Genauso ist es im Knast, mein Freund. Sobald diese bescheuerte Tür mit dem blauen Schild “ohne Arbeit” aufgeschlossen wird, laufen wir Eingepressten los – als wenn wir noch die Tür im Kopf haben – um der Vereinzelung ein Ende zu bereiten.

Heute gehe ich zu meinem Busenfreund. Er ist sozusagen mein Zeitbusenfreund. Der beste, den ich je hatte. Aber das ist in Wirklichkeit Unfug, das wissen wir zum Glück beide. Wir brauchen uns in einer grotesken, abnormen Weise. Frank ist ein klassischer, dürrer Choleriker. Er verkörpert das, was ich so gern mag: Den nervösen, unruhigen, ständig umtriebigen Menschen, der mit sich selbst nichts anzufangen weiß, aber mit mir. Wir spielen Schach. Wann immer er verliert, fliegen die Figuren und er sagt dann, ich hätte während des Spiels andauernd gequatscht. So war es gestern, so ist es heute, so wird es morgen sein. Was interessiert Dich das? Frank sagt, der Grund seines Verlierens sei mein Gequatsche.

Aber nur in einem hat Frank recht. Wenn ich merke, die Situation ist brenzlig, stelle ich eine komplizierte Frage, beschuldige ihn, dass ich glaube, er sei ein Lümmel, weil er einen Knaben aus dem anderen Flügel begehrt und schon klappt er an, der Fisch zappelt. Ich manipuliere ihn. Das habe ich schon mit meiner Mama gemacht. Um von ihr überhaupt Aufmerksamkeit zu erhalten, habe ich sie einfach geärgert und dann darüber gekichert und später gelitten an den Striemen, die sie mir im Folgenden zuführte.

Noch heute stänkere ich gern, wenn ich merke, dass sich der Andere dadurch ärgern lässt. Am liebsten beschuldige ich kurios. Außer Menschen, die ich wirklich liebe und die mich lieben. Ich weiß, echte Liebe beschuldigt niemals. Auch Romantiker tun das nicht, und auch die wahren Gläubigen nicht, etwa die, die einen übersinnlichen Bezug zur Welt haben. Es mag den Begriff der Schuld geben, doch für Liebende ist er ausgeklammert. Wer Schuld gibt, der würgt und klammert auch.