Eine Stunde vor Mitternacht, der zunehmende Mond schaut durch die Balkontür. Heute war der erste Sommerlich warme Tag mit stolzen 27 °C. Hat es doch geholfen, meine Wünsche zum Sommer in der Studentischen Mittagsandacht zu verlesen. Heute habe ich wieder Blumenfotos farbigem Papier zugeordnet und später auf die vorher gefalteten A5 Bögen aufgeklebt.
Das ist eine Wohltat für die Sinne. Man ahnt den Geruch der Blüten auf den Karten. Weißer Rittersporn mit Hummel auf grün und blauen Untergrund, und anderes. Das ist ein kreativ sein, das einfach Freude bereitet. Dann die Freude des Beschreibens und später Verschenkens.
Eine liebe Musenschwester, die auch mit nervlichen Krankheiten zu tun hat, hatte mir mal diesen Tipp gegeben, farbiges Papier zu nehmen für Karten. Sie selbst übt sich in der Malerei auf Seide und hat schon einige Ausstellungen gehabt. Es ist gut, neben sich Menschen zu wissen die auch im gleichen Boot sitzen oder zuhören, die einen begleiten. So ein Erfahrungsaustausch in Lebensfragen oder künstlerisch, bringt mich immer ein Stück weiter.
Früher gab es mal eine Losung “Voneinander lernen, heißt siegen lernen”. Das war in der DDR-Zeit natürlich noch etwas anders gemeint. Trotzdem ist da aber etwas daran. Gut, dass es Anlaufstellen gibt bei den Vereinen, unter dem Dach der Kirchen oder bei dem Bruder und der Schwester neben uns, sich auszutauschen. Ein Netz, was mich hält. Zum Schluss noch folgendes “Nichts ist so hoffnungslos, dass wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden”.
Ein Aufeinander-zu-gehen wünscht Susi L.


