Keller
Bauschert

Mit ‘arbeitssuche’ getaggte Artikel

Freitag der Dreizehnte

Freitag, 13. Februar 2009

War eine schreckliche Woche. Erst am Montag meine Prüfung versemmelt. Das heißt, vier Wochen Weiterbildung für die Katz. Bin sauer mit mir. Hatte wirklich gelernt und dann so was…
Mittwoch ist ein Bekannter verstorben und heute … das vierte Vorstellungsgespräch in vier Wochen. Doch was höre ich? Es wird ein Führungszeugnis verlangt. Und zwar ein umfassendes, wie bei allen öffentlichen Stellen! Klasse, ich habe bestimmt allein zehn Bewerbungen an öffentliche Stellen geschrieben und bei keiner hab ich nur den Hauch einer Chance, wie ich jetzt weiß.
Vielleicht gibt es ja jemanden, der diese Seiten liest … Dann bitte drückt mir mal die Daumen, dass ich bald eine passende Arbeit finde. DANKE!

Eine Schlägerei mit Folgen

Montag, 09. Februar 2009

In der Nacht auf Freitag gab es eine Schlägerei in unserer Einrichtung. Daraufhin haben wir zwei Leute entlassen. Deshalb kam ich am Freitag nicht dazu, einen Eintrag zu schreiben. Mein Tagesplan war einigermaßen durcheinander. Wir befragten Beobachter und Beteiligte der Schlägerei, trugen die Informationen im Team zusammen, besprachen und verarbeiteten sie.
Mich betraf der Vorfall, weil einer meiner Klienten beteiligt war. Ihn hatte ich erst kürzlich von der Kollegin übernommen, die den Arbeitsbereich gewechselt hat (siehe mein Eintrag vom 2. Februar). Es ist mir aus verschiedenen Gründen schwer gefallen, den Team-Entschluss zu vollziehen. Das lag daran, dass Herr X. und andere ein super Publikum waren und lautstark mitsangen, als ich beim Silvesterdienst meine Martin-Gitarre auspackte. Herr X. hatte auch bei zwei Konzerten meiner Band für Stimmung gesorgt.
In den Gesprächen nach dem Vorfall betonte er immer wieder, dass er sich nur in einer Verteidigungsposition befunden habe und seine Entlassung ungerecht sei. Außerdem hatte ich ihn ja auch erst kürzlich übernommen und die Entlassung war nun die erste Aktion, die in seinem Zusammenhang zu tun war. Erschwerend kam hinzu, dass bei Herrn X. auch viele positive Ansätze zu verzeichnen waren.
Eigentlich wollte ich wie angekündigt etwas zum Thema Jobcenter schreiben. Diese Behördenkonstruktion ist verfassungswidrig, wie kürzlich durch die Presse bekannt wurde. Da hier in Konstanz der Vertrag schon früher als woanders abgeschlossen wurde, endet der nun schon Ende 2009 – und nicht wie in anderen Landkreisen erst Ende 2010. Dies hat zur Folge, dass möglicherweise ab dem nächsten Jahr unsere Klienten respektive wir Sozialarbeiter getrennte Anträge bei der Arbeitsagentur und dem Landratsamt stellen müssen. Dazu kommt, dass dem hiesigen Jobcenter schon jetzt Mitarbeiter davonlaufen, da sie nur bis Ende 2009 befristete Arbeitsverträge haben.
Nun hoffen hier alle auf eine baldige Entscheidung des Gesetzgebers, damit die erfolgreichen Jobcenter doch weiterarbeiten können. Anderenfalls würde der Schuss mit der Arbeitsmarktreform und Verwaltungsvereinfachung gewaltig nach hinten losgehen und alles würde viel komplizierter, als es ursprünglich angedacht war. Derzeit haben wir hier eine wirklich gute Zusammenarbeit mit unserem Jobcenter :-) . Never change a winning team!