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Thorsten Bathe
Rainer S.
Thorsten Bathe
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Peter S.

Mit ‘alltag’ getaggte Artikel

Über Äpfel und mehr

Montag, 17. August 2009

Mit der Mutter geht es besser als angenommen. Trotz der Diagnose, dass das Knie total kaputt ist, erledigt sie ihre Wege und besorgt auch den Garten, aber natürlich alles in Maßen. Wenn nichts übertrieben wird, kann das doch noch Jahre so weiter gehen. Unsere Mutter ist halt ein „Stehaufweibchen“, wenn möglich immer voran. (weiterlesen…)

Menschen, Drogen, Sensationen

Mittwoch, 12. August 2009

Mit erhöhter Reisegeschwindigkeit rast die Informationsgesellschaft vom Fast Food zum Quick Check-in, vom Last-Minute-Urlaub zum Speed-Dating, und den Espresso zwischendurch bestellt man „to go“. Zeit? Mangelware! Umso erstaunlicher, dass es dem Boulevard-Journalismus immer wieder gelingt, von diesem kostbaren Gut auch noch ein paar Minuten zu stehlen. (weiterlesen…)

Chaos im Daten-Nirwana

Dienstag, 11. August 2009

Auf dem Segeltörn fragte mich Gerd aus Berlin: „Und was schreibst du so in diesen Webtagebüchern? So was wie: Ich stand heute Morgen auf und alles war Scheiße?“ Gestern wollte ich einen Eintrag schreiben und es fiel mir tatsächlich nicht mehr ein. (weiterlesen…)

Mein Diensthandy und ich

Mittwoch, 05. August 2009

Das war ja klar. Die letzten Minuten hat mein Diensthandy vornehm geschwiegen. Kein Rückruf der Kollegen und auch ansonsten kein Klingeling. Als ich jedoch in die überfüllte Bahn einsteigen will, um zu meinem nächsten Termin zu fahren, erwacht es zu geräuschvollem Leben. Penetrant, wie in solchen Situationen immer. Rufnummernübertragung Fehlanzeige. Was nun? (weiterlesen…)

Steiniger Weg in die Zukunft

Dienstag, 28. Juli 2009

Wir haben es jetzt zwei Uhr nachts und ich kann absolut nicht schlafen. Meine Versuche misslingen.Vor einigen Minuten lag ich noch in meinem Bett mit weit geöffnetem Dachfenster und beobachtete über mir den Himmel. Wow, nach langer Zeit konnte man mal wieder die Sterne sehen – eine tolle Nacht. Meine Gedanken kreisen. Früher habe ich mir oft den Himmel angeschaut, wenn ich verzweifelt war. Es war dann, als ob er mich wenigstens verstehen konnte. Mein Leben war nicht einfach, aber in der Zeit, in der ich jung war, glaubte ich einfach alles und vertrauten fast jedem. Denn ich wollte nicht so leben wie meine Eltern. (weiterlesen…)

Strategien gegen den Verlust von Autonomie

Freitag, 17. Juli 2009

Ich habe mir eine freiwillige Askese auferlegt. Vielleicht, damit mich niemand wirksam belästigen kann. Mich hat man schon früher jahrelang mit Einzelhaft gequält. Mit irrsinnigen Ordnungen belegt. Leider reicht der Platz nicht zum Erzählen.

Die Zelle halte ich karg, sie ist eine schmuddlige Wüste. Ich mag das. Kein Bild, keine Tischdecke, nichts. Einfach nur Kargheit und Unordnung. In so einem Müllhaufen von Nichts macht es keinem Beamten Spaß (im Jargon: Schließer), die heute beschönigend ,,Betreuer” heißen, irgendwas hinaus zu filzen, weil sie wissen: Mir ist es völlig egal, was sie entfernen. Ich finde es nahezu amüsant, wenn irgendwann mal ein Neuer auftaucht, der da denkt, er müsse etwas ausgraben und beschlagnahmen. Es ist ja im eigentlichen nichts drin, an dem ich hänge. Das merkt jeder Neue sofort und lässt mich zufrieden. Oder würdest du in einem kargen Dreckstall etwas rausfilzen wollen, um zu stänkern? Meine Einstellung dazu ist so: Ah, Sie möchten es so oder so? Ja gern, Meister, und hinten rum mach ich sowieso das, was ich will. Je kindlicher und unmündiger ich auftrete, je lustiger ist das Ganze – kicher. Ich bin ein Kobold. Auf einen Einzelfernseher verzichte ich, zunächst weil man ihn mir nicht ordnungsgemäß gegeben hat, jetzt weil ich ihn nicht mehr will. Das ist meine Art der menschlichen Autonomie. Grins.

Außerdem habe ich inzwischen festgestellt, dass es mir gut tut, wenn ich den Fernseher nicht habe. Beim Fern-Sehen schaust du nicht in die Ferne. Es ist im Prinzip nicht der Blick auf die Welt, sondern in einen Tunnel. Ich glotzte, schaue aber nicht. Fernsehen ist unästhetisch, unromantisch und abartig. Er bematscht dich, deswegen heißt er ja auch umgangssprachlich treffend: Die “Matschscheibe”. Aber nichts gegen tiefgründige, gefühlvolle Filme. Dadurch könnte ich zeitweise dem Matsch entkommen. Die würde ich mir gern anschauen. Das tue ich, wenn ich wieder da bin. Wenn ich wieder lebe, dann sind jede Menge neuer schöne Filme angewachsen, die ich mir der Reihe nach ansehen werde. Darauf freue ich mich.