Autorinnen und Autoren

Diese Menschen berichten aus ihrem Leben …

  • Christina W. – Lebt mit Mann und drei Kindern von Hartz 4
  • Anna Maria Haas. – Berät ehrenamtlich Menschen mit Problemen
  • Claudia H. – Von der Arge nach Mannheim verpflanzt
  • Rainer S. – Ex-Junkie mit neuen Perspektiven dank eines Jobs
  • Sigrid H. – Schmerzpatientin im täglichen Überlebenskampf
  • Susi L. – Musisch veranlagte Frührentnerin verkauft Straßenzeitung
  • Tobias N. – War wohnungslos, macht heute einen Ein-Euro-Job
  • Peter S. – Bis 2018 in Haft
  • Ralph K – Trockener Alkoholiker will raus aus Hartz IV
  • Lutz S. – Abstinenzler auf der Suche nach Arbeit
  • Bessy B. – Arbeitslose Hilfsarbeiterin mit psychischen Problemen
  • Maria Keller – Aus der Haft entlassen und auf der Suche nach einem Job
  • Ingeborg Müller – Wohnungslose im Kampf gegen die Alkoholsucht
  • Günter B. – Auf Alkohol-Entwöhnung in einer Klinik

Was ehrenamtliche und hauptberufliche Begleiter erleben …

Wannebad Mannheim

wanneEhrenamtliche ermöglichen Wohnungslosen ein Vollbad
Berichte aus dem Wannebad
Wohlfühloase für Wohnungslose
Nach dem Krieg gab es viele Volksbäder in Mannheim. Heute nur noch eines und auch nur, weil Ehrenamtliche der Caritas-Konferenzen den Betrieb aufrecht erhalten. Rund 800 Personen nutzen im Jahr das Angebot. Die meisten haben keinen Wohnsitz. Im Wannebad bekommen sie nicht nur ein Vollbad, sondern auch Duschzeug, Handtücher und Kleider.
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Christina W.

Alter: 36
Arbeite in einem Werkstattprojekt und lebe von Hartz 4.
Webtagebuch von Christina W.
Ohne Druck wieder ins Arbeitsleben einsteigen
Ich habe drei Kinder im Alter von 18, 16 und 15 Jahren, zwei Mädchen und einen Jungen. Die Mädchen sind meine eigenen Kinder, der Bub ist von meinem Mann mit in die Ehe gebracht worden. Alle drei leben bei meinem Mann und mir. Wir möchten sie zur Eigenständigkeit erziehen, aber sie brauchen uns noch sehr, so dass wir eigentlich ständig für sie da sein müssen. Das ist sehr stressig. Seit einigen Jahren bekomme ich Sozialhilfe bzw. Hartz IV, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Zurzeit nehme ich an einem Werkstattprojekt teil, das mir helfen soll, ohne großen Druck von außen zu erkennen, was ich kann und mir den Einstieg in das normale Arbeitsleben zu erleichtern.
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Tobias N.

Alter: 26
Ich arbeite als Ein-Euro-Jobber in Aachens Treff für Wohnungslose.
Webtagebuch von Tobias N.
Bin froh eine Arbeit zu haben …
Seit 15 Jahren lebe ich in Aachen, zunächst ohne festem Dach über dem Kopf. Damals war ich Stammgast im Wohnungslosentreff Café Plattform, wo ich auch ehrenamtlich tätig war. Seit Dezember 2008 habe ich wieder eine Wohnung. Derzeit mache ich im Café einen Ein-Euro-Job, sprich eine Arbeitsgelegenheit. Ich bin gerne dort und freue mich über das Vertrauen, das man mir entgegenbringt. Demnächst wird der Job aber auslaufen. Mal sehen, was dann kommt. Eines meiner Probleme: Ich kann nicht richtig mit Geld umgehen.
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Anna Maria Haas

Anna Maria Haas

Anna Maria Haas

Alter: 60
Ich berate ehrenamtlich Menschen mit Problemen in einem Frankfurter Stadtteil.
Webtagebuch von Anna Maria Haas

Weit mehr als nur ein Job
Die Beratungstätigkeit ist für mich mehr eine Lebensaufgabe, denn ein Job. In unsere Sprechstunde kommen Leute aus dem ganzen Stadtteil. Sie haben unterschiedliche Probleme und werden von uns unabhängig von Alter, Konfession oder sozialer Schicht beraten. Wir gehen auch in die Wohnungen, wenn die Leute aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen nicht mehr zu uns kommen können. Schulden, Gewalt, Sucht – ich und vier Kolleginnen erleben hier viele Schicksale. Nicht selten nehmen wir diese gedanklich mit nach Hause.
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Claudia H.

Alter: 22
Bin von der Arge zum Arbeiten nach Mannheim geschickt. Habe Schulden.
Webtagebuch von Claudia H.

Einsamkeit und meine Schulden bekämpfen
Bin aus Thüringen hier her gekommen, um einen Job anzutreten, den ich heute nicht mehr habe. Der Chef hatte nur Interesse an der Prämie der Arbeitsagentur… Jetzt arbeite ich als Alltagsbetreuerin und verdiene 600 Euro. Meine größten Probleme: Freunde und Familie sind weit weg und ich habe Schulden. Da mich hier niemand kennt, habe ich meine Scham überwunden, und bin zur Schuldnerberatung gegangen.nach oben

Peter S.

Alter: 57
Ich bin Häftling in der JVA Berlin-Tegel
Webtagebuch von Peter S.

Ein Leben hinter Gittern
Ich verbüße eine Zeitstrafe und befinde mich bis 2018 im Verwahrvollzug. Ich lebe allein, bin aber von anderen Inhaftierten umgeben, mit denen ich eine Gesprächs-, Koch- und Sportgemeinschaft habe. Geistig lebe ich mit meiner Partnerin zusammen, die draußen Heim und Herd hütet und arbeiten geht. Ich beschäftige mich mit Liebe, Romantik, Philosophie, Journalismus und Kosmologie, mit Gesundheit und Körperlichkeit und natürlich mit mir. Ich muss ständig schauen, dass meine Melancholie nicht in Depressionen umschlägt, dass ich im Hier und Jetzt lebe und keinen Hass aufkommen lasse.
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Ralph K.

Alter: 47
Ich bin Hartz-IV-Empfänger mit Gelegenheitsjobs und wohne im Münsterland
Webtagebuch von Ralph K.

Raus aus Hartz IV
So lautet mein Ziel für die Zukunft. Seit sechs Jahren bin ich trockener Alkoholiker und häufig am Rande eines Rückfalls. Vor allem, wenn mich Ohnmachtsgefühle überkommen. Ich bin ständig auf der Suche nach einer Arbeit mit angemessener Bezahlung, damit ich für mich und meinen Hund selbst sorgen kann. Ich habe Probleme mit der Politik und den Zuständen in unserer Gesellschaft. Oft komme ich mir vor als Mensch zweiter Klasse.
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Georg Kalkum

Georg Kalkum

Georg Kalkum

Alter: 60
Ich arbeite als Sozialarbeiter in der Drogenberatung des SKM in Köln
Webtagebuch von Georg Kalkum

Vertrauen durch Wertschätzung
14 Jahre lang habe ich als katholischer Priester gearbeitet. Irgendwann stellte ich fest, dass ich in dem Beruf nicht leben konnte und studierte Sozialarbeit. Ich spezialisierte mich auf die Arbeit mit Suchtkranken und entdecke da immer wieder Gemeinsamkeiten mit der Seelsorge: Die Frage nach dem Lebenssinn spielt hier wie dort eine große Rolle. Seit 20 Jahren arbeite ich nun in der „Sucht“. Mich berührt zunehmend, wie rat-, hilf- und hoffnungslos unsere Klienten ihrem Leben gegenüber stehen. Es braucht viel Zeit, bis sie Vertrauen fassen und über ihre Bedürfnisse und Wünsche sprechen – jenseits von Hartz IV, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und ihrem alltäglichen Suchtelend. Immer wieder erlebe ich, wie sich die Menschen verändern, wenn sie erkennen, dass ich sie ernst nehme und sie wertschätze.
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Lutz S.

Alter: 49
Ich bin stabiler Abstinenzler, gelernter Einzehlandelskaufmann, derzeit Mini-Jobber und Hartz-IV-Empfänger
Webtagebuch von Lutz S.

In der Finanzkrise auf Jobsuche
Als stabiler Abstinenzler keine einfache Aufgabe. Derzeit gibt mir wenigstens mein Mini-Job das Gefühl fürs Arbeitsleben. Ich lebe mit meiner Partnerin und meiner zwölfjährigen Tochter in unserem gemütlichen zu Hause. Ich tue mich schwer damit, das Gleichgewicht zu halten. Oft nehme ich mir zu viel auf einmal vor. Irgendwann holen mich dann die verschobenen Dinge wieder ein. Manchmal kann ich allerdings in mir ruhen. In diesen Momenten finde ich in meiner eigenen Tiefe die Kraft für neue Anstrengungen. In meiner Freizeit engagiere ich mich in der Suchtselbsthilfe. Das tue ich natürlich für mich, aber hin und wieder erreiche ich auch andere mit meinen Ideen.
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Sigrid H.

Sigrid H.

Sigrid H.

Alter: 48
Ich bin arbeitslose Frührentnerin und Schmerzpatientin aus der Nähe von Osnabrück
Webtagebuch von Sigrid H.

Kämpfen und sich nicht unterkriegen lassen
Ich bin Frührentnerin, war drogen- und tablettenabhängig und sitze im Rollstuhl. Mein rechter Unterschenkel wurde nach einem Motorradunfalls amputiert. Arthrose und Nervenschmerzen quälen mich. Als Schmerzpatientin bin ich in Pflegestufe 2. Aus zwei Ehen habe ich vier Kinder, der Jüngste ist elf. Seit neun Jahren lebe ich allein.
Mich beschäftigt, dass ich nicht mehr arbeiten gehen kann. Alles wird teurer, meine Gelder bleiben fast gleich. Ich lebe am Existenzminimum, am Rand der Gesellschaft, habe das Gefühl, von manchen als asozial abgestempelt zu werden. Doch ich will kämpfen und mit dem Tagebuch anderen zeigen, dass sie nicht aufgeben sollen.
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Susi L.

Muse Suse

Muse Suse

Alter: 47
Ich bin EU-Rentnerin, Verkäuferin der Straßenzeitung, Mitarbeiterin in einer Gärtnerei in Jena
Webtagebuch von Muse Suse

Dichterin der Straße
Bin in Jena als Muse Suse bekannt. Seit zehn Jahren bringe ich mir Gedichte und Lieder bei und schreibe, was mir wichtig ist. Lebe von Rente, vom Verkauf der Straßenzeitung Notausgang, kleinen Auftritten und vom Wohlwollen lieber Mitmenschen. Helfe in einer Gärtnerei aus, im Winter reinige ich soziale Räume. Von gelegentlichen Ohnmächten und Tiefs abgesehen, ist mein Leben schön. Dank meines Glaubens und der Dankbarkeit sich über kleine Dinge zu freuen.
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Rainer S.

Rainer S.

Rainer S.

Alter: 44 Jahre
Ich lebe in Osnabrück, bin Ex-Junkie und arbeite als Tischler
Webtagebuch von Rainer S.

Ich habe eine Vorstellung von der Hölle
Mit 18 Jahren habe ich Heroin genommen, danach alles andere. Anders als im Klischee habe ich eine Ausbildung als Tischler, Teile der Meisterprüfung, keine Vorstrafen und keine Schulden. 2002 habe ich den Absprung vom Heroin geschafft. Dann stürzte ich in eine Psychose. Seit dem habe ich eine plastische Vorstellung von der Hölle. Eine Therapie hat mich 2007 zurück ins Leben gebracht. Heute bin ich abstinent und habe eine Selbsthilfegruppe gegründet.
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Thorsten Bathe

Thorsten Bathe

Thorsten Bathe

Alter: 41 Jahre
Ich bin Sozialarbeiter und Streetworker in Köln
Webtagebuch von Thorsten Bathe

Unbürokratische Hilfen für Drogenabhängige
Seit acht Jahren arbeite ich als Sozialarbeiter in der Kontakt- und Notschlafstelle des SKM (Katholischer Verband für soziale Dienste) in Köln. Die richtet sich an Drogenabhängige, deren Alltag viel mit Kriminalität, Gewalt, Ausbeutung und Hetze zu tun hat. Wir bieten ihnen niedrigschwellige Hilfen. Seit 2008 arbeite ich auch im Aufnehmenden Suchtclearing. Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt versuchen wir, auffälligen Drogenabhängigen frühzeitig Hilfe anzubieten.
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Ehemalige Autorinnen und Autoren

Dr. Maria Goetzens

goetzens

Dr. Maria Goetzens

Alter: 49 Jahre
Als Ärztin für Allgemeinmedizin arbeite ich in der Straßenambulanz der Caritas Frankfurt
Webtagebuch von Dr. Goetzens

Hausbesuche auf der Straße
Seit 1996 halte ich an vier Tagen pro Woche ärztliche Sprechstunde für kranke Wohnungslose in der Elisabeth-Straßenambulanz. Kranksein ist für Menschen ohne Wohnung oft “nicht wichtig”. Doch nicht selten wird für sie aus einer harmlosen Erkrankungen eine lebensgefährliche Situation. Ich gehe ihnen nach (vor allem den psychisch Kranken) und biete medizinische Hilfe an. Meine “Hausbesuche” finden auf der Platte statt. Das Recht auf Gesundheit gilt doch für alle?
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Martin N.

Alter: 52 Jahre
Wohnort: Stadt in Baden-Württemberg
Tätigkeit: Sozialarbeiter mit kaufmännischer Ausbildung
Webtagebuch von Martin N.

Wenn die Schulden über den Kopf wachsen …
kommen die Leute unserer Kleinstadt zu mir und meinen Kollegen in die Beratung. Ihre Lage ist oft existenzbedrohend. Wir sichten die Unterlagen, klären die finanzielle Situation, erstellen einen Haushaltsplan und bringen so Licht ins Dunkel. Das Ziel heißt: Schuldensanierung. Eine Erkenntnis habe ich in all den Jahren immer wieder gewonnen: Viele Probleme könnten verhindert werden, wenn die Menschen früher zu uns in die Beratung kommen würden.
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Sebastian Frey

Sebastian Frey

Sebastian Frey

Alter: 27 Jahre
Als Diplom-Sozialarbeiter arbeite ich im Kontaktladen Offenburg
Webtagebuch von Sebastian Frey

Arbeit im Kontaktladen mit Drogenabhängigen
Der Kontaktladen in Offenburg ist eine Facheinrichtung der AGJ. Unter der Woche haben wir täglich vier Stunden offen. Meist kommen rund 70 Schwerstabhängige. Wir arbeiten niedrigschwellig: Zu uns kann jeder kommen, wie er oder sie gerade drauf ist. Wir helfen, wo es geht. Probleme gibt es genug: Mit Ämtern, Wohnung, dem sozialen Umfeld und der Justiz. Die meisten haben Schulden. Ich berate, begleite bei der Substitution und vermittle Therapien.
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Bessy B.

Alter: 38 Jahre
Ich bin arbeitslose Hilfsarbeiterin und lebe in Köln
Webtagebuch von Bessy B.

Ganz schön verrückt
Ich war jahrelang süchtig und psychisch krank, aber ein sehr geselliger Mensch. Seit zweieinhalb Jahren bin ich zu Hause – fast wie weggeschlossen. Ich habe Angst rauszugehen und halte Termine nicht ein. Ich fühle mich isoliert und entwickle immer mehr Ängste und Zwänge. Ich habe Schwierigkeiten zu erkennen, was real und was fiktiv ist. Ich wäre gerne wieder wie früher unter Leuten und mit einer Arbeit. Aber wo soll ich arbeiten, wenn ich nicht aus dem Haus komme? Ich wohne allein und erhalte Arbeitslosengeld II.
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Maria Keller

Alter: 40 Jahre
Ich wurde letztes Jahr aus der Haft entlassen und baue mein Leben neu auf
Webtagebuch von Maria Keller

Zurück auf Anfang
Neues Leben, neue Wohnung, alles neu. So ist mein Lebensmotto gerade. Zwei Jahre saß ich in Haft. Jetzt bin ich wieder frei und muss mich im Leben wieder zurecht finden. Ich suche einen Arbeitsplatz. Derzeit habe ich nur einen Job auf 400-Euro-Basis. Nur eines meiner vier Kinder lebt bei mir. Für mein Webtagebuch habe ich einen Namen erfunden. Auch meinen Wohnort will ich nicht nennen. Aber das spielt ja auch keine Rolle.
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Günter B.

Alter: 49 Jahre
Ich bin Facharbeiter mit Zusatzausbildung und derzeit auf Therapie wegen meiner Alkoholsucht
Webtagebuch von Günter B.

Dem Alkohol entkommen
Aufgrund von Suchtproblemen befinde ich mich in einer stationären Entwöhnungsbehandlung. Ich möchte wieder abstinent leben und hoffe, dass die Beziehung zu meiner Lebensgefährtin bestehen bleibt. Was, wenn ich es nicht schaffe? Wie sieht meine Zukunft dann aus? Ich hoffe, dass man nicht mit dem Finger auf mich zeigt, weil ich eine Therapie wegen Alkohol gemacht habe. Ich will wieder lachend durch die Stadt und durchs Leben gehen.
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Thomas Bauschert

Thomas Bauschert

Thomas Bauschert

Alter: 55 Jahre
Als Diplom-Sozialarbeiter berate ich wohnungslose Menschen
Webtagebuch von Thomas Bauschert

Perspektiven für Wohnungslose
Ich arbeite im Jakobushof. Das ist eine Facheinrichtung der AGJ für wohnungslose Menschen. Ich begleite sie im Alltag, bei Behördengängen, im Krankenhaus … Mich beschäftigt, dass diese Leute nur schwer oder gar nicht aus dieser Position herauskommen und keine normale Arbeit finden.
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Beate Rodemann

Beate Rodemann

Beate Rodemann

Alter: 53 Jahre
Ich begleite ehrenamtlich einen Häftling im Freiburger Gefängnis
Webtagebuch von Beate Rodemann

Willkommene Abwechslung zum Knastalltag
Seit zehn Jahren bin ich ehrenamtliche Betreuerin eines Strafgefangenen in der Sicherungsverwahrung der Justizvollzugsanstalt Freiburg. Meine wichtigste Aufgabe ist das Zuhören. Mit dieser Gabe wurde ich reichlich beschenkt. Woche für Woche höre ich dieselben Begebenheiten aus dem Knastalltag. Es gibt dort ja auch recht wenig Abwechslung. Für den Inhaftierten ist unser Treffen deshalb eine willkommene Abwechslung.
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Ingeborg Müller

Alter: 41 Jahre
Ich lebe in Mannheim und versuche mein Alkoholproblem in Griff zu bekommen.
Webtagebuch von Ingeborg Müller

Ein-Euro-Job in der Oase
Ich lebe mit meinem Hund in einer Ein-Zimmmer-Wohnung. Ich besuche täglich die Tagesstätte Oase, die für Frauen in sozialen Schwierigkeiten offen ist. Ich beziehe Arbeitslosengeld 2 und habe in der Oase einen Ein-Euro-Job. Seit einigen Monaten habe ich einen Freund, was nicht immer einfach ist. Ich habe Angst, dass mich das Arbeitsamt vermittelt und ich das nicht schaffe. Früher habe ich drei bis vier Flaschen Schnaps am Tag getrunken. Jetzt bin ich seit zwei Jahren trocken.
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Annerose Groh

Annerose Groh

Annerose Groh

Alter: 72 Jahre
Ich arbeite ehrenamtlich der ökumenischen Wohnungsloseneinrichtung Gasthaus statt Bank in Dortmund
Webtagebuch von Annerose Groh

Wäsche für Obdachlose
Seit 13 Jahren arbeite ich als Ehrenamtliche der Dortmunder Caritas-Konferenzen (CKD) in der ökumenischen Wohnungsloseneinrichtung Gasthaus statt Bank mit. Ich habe dort Wäschekammer und Bekleidungskeller eingerichtet und bin dafür verantwortlich, dass wir für unsere Gäste genügend Wäsche haben. Die Kleider sind so hergerichtet, dass ich sie auch anziehen würde. Viele unserer Gäste kenne ich schon seit Jahren. Sie haben kaum Hoffnung auf Veränderung.
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