Rainer S.
Rainer S.
Rainer S.
Rainer S.
Rainer S.
Rainer S.

Autorenarchiv : Rainer S.

Vorurteile, Klischees und Schubladen hinter sich lassen

Freitag, 11. Dezember 2009
Rainer S.

Rainer S.

Mir fällt es schwer, die passenden Worte für meinen Abschluss dieses Webtagebuches zu finden. Das Beginnen war einfacher, frei von Vorsätzen. Frei von Vorsätzen? So ganz stimmt das natürlich auch nicht, aber es war doch recht ungefiltert. Und habe ich auch gehofft etwas anregen zu können. Anzuregen über Klischees nachzudenken.
Vorurteile, Klischees, Schubladen sind einfach und angenehm. Eine Selbstbestätigung, bei der man sieht, was man sehen will. Mag sein, dass ein Vorurteil sogar dem manchmal gerecht wird, auf den es angewandt wird. Aber auch nur dann, wenn man den Menschen, der dahinter steht, gar nicht sehen will. (weiterlesen…)

Wo bleibt das Echo?

Sonntag, 01. November 2009

Der Schrei © Jonas Glaubitz - Fotolia.comSeit etlichen Tagen drücke ich mich um diesen Eintrag herum. Für mich ist das Schreiben hier an einen Grenzpunkt gekommen. Schon im Seminar in Berlin dachte ich, dass es nur noch darum gehen kann, hier das letzte Jahr zu reflektieren. Kein guter Gedanke. Leider habe ich das zu spät bemerkt. Bisher habe ich mich bemüht, so ungefiltert wie möglich zu schreiben. Habe versucht, die Einträge möglichst schnell zu vergessen. Doch das geht nicht mehr. Gefühle brechen auf. Und jedes Gefühl ist auch ein Rufen. Ein Rufen, das sich nach Echo sehnt. (weiterlesen…)

Rollenspieler und Schattenspringer

Donnerstag, 15. Oktober 2009

In der Mühle laufen zurzeit Ferienangebote für Kinder, in die ich eingebunden bin. Einige Kids haben es in sich. Bei einem dieser zauberhaften Jungs habe ich heute in meine Trickkiste gegriffen. Die Methode funktioniert meistens ganz gut, um jemand wieder auf den Boden zu holen. (weiterlesen…)

Besser vor dem Hindernis lenken

Montag, 12. Oktober 2009

Crash © Liane Remmler - Fotolia.comAls ich das letzte Mal aus der Selbsthilfegruppe kam, ging mir die Frage durch den Kopf, wie es mir wohl ohne die Selbsthilfe ginge. Ein Gedanke, der in mir ein flaues Gefühl auslöst. Spontan habe ich gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit bei 30 Prozent liegt, ohne die Gruppe wieder auf der Nase zu liegen. Aber das passt glaube ich nicht. (weiterlesen…)

Wie unanständig ist Geld ausgeben?

Montag, 05. Oktober 2009

Kontoautomat © idee23 - Fotolia.comDas flaue Gefühl verflüchtigt sich. Als ich das letzte Mal am Kontoauszugdrucker stand, dachte ich: Das wird schon. Ein wirklich völlig neues Gefühl. Es sieht so aus, als seien die Zeiten, in denen ich in den Waschsalon gehen muss, bald vorbei. Ein etwas befremdliches, absolut unbekanntes Gefühl und manchmal denke ich, dass es fast etwas Unanständiges hat, sich zu überlegen, was man mit seinem Geld macht. (weiterlesen…)

Heroin verkleistert das Leben

Freitag, 02. Oktober 2009

Aufgekochtes Heroin (c) FotoliaKrankheit hat im Leben eines Junkies keinen Platz. Über Magenbluten wird da schon mal hinweggesehen. Klar hat man auch so seine Zipperlein. Irgendwann sind dann auch diese leidigen Abszesse dabei. Aber egal. Die allermeisten Abszesse sind nicht schmerzhaft, aber mit ihnen beginnt ein Stadium von Sucht, das ich immer wieder vor Augen habe. Morgens wach zu werden, weil sich der Entzug meldet. Die Gier nach einer Spritze Heroin. Das muss dann klappen, auch wenn keine Vene in Sicht ist. (weiterlesen…)