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2009 4 Nov

Dauerkrank

Autor: Christina W. | Kategorie: Armut | RSS 2.0 |
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Meine 16-jährige Tochter war immer schon ein sehr empfindliches Kind. Wenn in der Nähe jemand hustet, bekommt sie gleich eine Erkältung. Aber nicht nur einen kleinen Schnupfen, sondern es kommt richtig schlimm. Seit längerem hat sie auch ständig Bauchschmerzen. Nach vielen Besuchen in mehreren Krankenhäusern scheinen jetzt die verschiedenen Ursachen gefunden zu sein.

Zum einen muss sie später mal am Darm operiert werden. Das geht jetzt nicht, da sie noch am Wachsen ist. Dann hat sie eine Laktose-Unverträglichkeit, durch die wir die Ernährung bei ihr umstellen mussten. Eine weitere Vermutung betraf den Blinddarm, an dem sie schon letztes Jahr operiert werden sollte. Sie war auch im Krankenhaus, aber da wurde eine Zyste am Eierstock entdeckt und entfernt. Zum Glück war sie gutartig. Es gab auch schon mal den Verdacht auf Leukämie, der sich aber zum Glück nicht bewahrheitet hat, sie hatte nur Eisenmangel.

Den Blinddarm haben die Ärzte damals nicht entfernt, da sie dachten, sie hätten die Ursache für diesen Teil der Schmerzen gefunden. Leider war das aber nicht der Fall, und so ist sie dieses Jahr noch mal operiert worden. Der Blinddarm war von innen entzündet. Wir dachten, dass damit jetzt Ruhe einkehrt und meine Tochter konnte nach einiger Zeit auch wieder die Schule besuchen. Aber nein, es war noch lange nicht vorbei. Nachdem sie die Antibiotika abgesetzt hatte, bekam sie eine Blasenentzündung, die noch von der Operation her kam und jetzt erst ausgebrochen ist. 

Das ist für alle gerade eine sehr aufregende Zeit. Erst einmal muss meine Tochter noch mal für einen Monat neue Medikamente nehmen, und dann ist hoffentlich erst mal ein halbwegs normales Leben möglich. Außer den Schmerzen leidet sie auch darunter, dass sie in der Schule so lange gefehlt hat und nun alles nachholen muss. Froh bin ich darüber, dass sie während der langen Krankheitszeit Besuch von ihren Freundinnen und Mitschülerinnen bekommen hat.

Auch die Sozialbetreuerin von ihrer Schule erkundigte sich regelmäßig nach ihr, so dass sie den Anschluss nicht verloren hat. Auch ihr Freund kümmert sich rührend um sie und macht alles mit, was sehr wichtig für sie ist. Dabei ist er mit 18 Jahren auch noch sehr jung, und da ist das nicht selbstverständlich. Daher sind wir trotz der vielen Belastungen und Sorgen doch recht zuversichtlich, dass unsere Tochter ihren Weg machen wird.

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Eine Antwort zu “Dauerkrank”

  1. Sonja sagt:

    Oh je, das ist ja wirklich eine Ansammlung von Pech… ich wünsche Ihrer Tochter gute Besserung und einen möglichst problemlosen “Wiedereinstieg” ins normale Leben, wenn sie wieder fit ist!