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Geld (c) SozialheldenEinen Monat lang aus dem gesicherten Bürgertum aussteigen und so leben wie ein Hartz-4-Empfänger. Raul und Lisa von den Sozialhelden haben das probiert. Am Ende müssen sie eingestehen: Das Experiment war unrealistisch. Das klingt wie eine Entschuldigung und ist auch eine. Doch sie ist nicht notwendig.

Denn zum einen hatten die Sozialhelden mit ihrem Hartz-4-Experiment nicht den Anspruch, die Wirklichkeit 1:1 abzubilden. Das wäre auch eine Respektlosigkeit gegenüber den Betroffenen gewesen. Zum anderen ist ihnen etwas gelungen, das enorm wichtig ist: Die schwierige Situation der Menschen, die mit Hartz IV leben, in die öffentliche Diskussion zu bringen. Nur so kommt etwas in den Köpfen der Menschen in Bewegung, nur so werden (Vor-)urteile hinterfragt.

Das ist auch das Anliegen von „Mitten am Rand“. Doch wir gehen einen Schritt weiter. In diesem Weblog kommen Menschen zu Wort, die es sich nicht freiwillig aussuchen können, ob sie von Hartz 4 leben oder nicht. So wie der ehemals wohnungslose Tobias, der gerade darüber nachdenkt, wie er die Strompreiserhöhung abfangen kann und froh ist, dass sein ein-Euro-Job verlängert wird.

Oder aber der gelernte Installateur Richard aus Stuttgart, der aufgrund einer Krankheit seit Jahren genau das tut, was die Sozialhelden in ihrem Fazit schreiben: „Man muss sich schlau machen, wenn man wenig Geld ausgeben will. Das erfordert Wissen, Zeit, Kreativität und Mut.“ Richard fährt deshalb regelmäßig nach Frankreich, weil er dort die für ihn wichtigen Medikamente billiger bekommt als in Deutschland.

Die Autorinnen und Autoren unseres Weblogs sind Menschen, denen die Gestaltungskraft über das Leben aus den Händen geglitten ist.
Sie sind zu Außenseitern einer Gesellschaft geworden, in der das Leistungsprinzip zählt und – wie die Sozialhelden bereits nach einem Monat Hartz 4 bemerkten – das Geld. Zu leicht wird diesen Menschen auch das Recht abgesprochen, am normalen Leben teilzuhaben. Die Sozialhelden bringen es auf den Punkt:

„Überleben? Ja. Leben? Nein!“

Doch das ist definitiv zu wenig. Und egal welche Vorgeschichte jemand hat, er oder sie verdient, respektvoll behandelt zu werden. Die Caritas fordert diese sozialen Manieren derzeit ein. Wie notwendig das ist, zeigt das Beispiel eines wohnungslosen Mannes, der in Köln mit seinen Hartz-4-Einkaufsgutscheinen bei Aldi und Co abgeblitzt ist.

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3 Antworten zu “Hartz 4 gibt es nicht auf Probe”

  1. Hans sagt:

    Armut einsam verachtet und verloren.
    Aufmerksamkeit und Druck auf die gesetzgebende christlichen Regierungen durch den Wechsel der Religion zum Islam. Dort ist Respekt und Anerkennung des Alters und der Lebensweisheiten noch vorhanden.
    Die Überlegung Alte alleinstehende Hartz IV Empfänger Leben im Gefängniss besser. Durch Kriminalität wieder unter Menschen, Gesunder Ernährung und einer Ganztagsbetreuung. Die Kosten für den Staat würden für jede Person auf ca.40.000,00 € jährlich steigen.

    Vielleicht wäre der Staat dann bereit für ein menschenwürdiges Leben und der Teilnahme in unsere Gesellschaft monatl. 1000,00 € für einen Menschen der, durch unser Wirtschaftssystem und der Gier nach Bonis und die Erhöhungen der Gewinnbeteiligungen der Aktionären. Immer mehr Versicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze vernichtende Maßnahmen in die Arbeitslosigkeit entlassen wurden zu überdenken.
    Es ständen 12.000,00 € Jährlich für alleinstehende ältere Arbeitnehmer ab 55 gegenüber 40.000,00 € jährlich bei der Betreuung im Altenstrafvollzug.
    Schlimmer Einsamer wie alleine und ohne Ausgang wegen finanzieller Mittel bei Hartz IV ist es dort nicht und vor
    allen Dingen bekommt man wieder eine umfassende ärztliche Versorgung.
    Nur Mut rufe ich den Alten zu, der Kampf beginnt.

  2. Bitte , wer kann mir helfen????Suche Aufteilung der Zweckbestimmung von Hartz 4 Geld. Soviel für Essen, Kleidung etc.
    Vielen dank Thomas

  3. Rainer S sagt:

    Vielen Dank an die Sozialhelden und die Redaktion.
    Fünf Sterne!