Thorsten Bathe
Rainer S.
MuseSuse
Rainer S.
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Archiv für August 2009

Impressionen am Mittag

Montag, 31. August 2009

Stunden, festgetackert
Beeilt euch, ihr Stunden, wünsche ich mir,
was trödelt, was schleppt ihr, was tut ihr euch schwer? (weiterlesen…)

An der Problemmauer entlangtasten

Montag, 31. August 2009

Mauer © Rick Carlson - Fotolia.comAls Süchtiger entwickelt man den Anspruch auf das Recht des „nicht Funktionierens“. Diese Unverschämtheit entdeckt man schnell und nimmt sie für sich in Anspruch. Schuld sind ja die Drogen. Und die ganze Umwelt ist schon recht zufrieden, wenn man Besserung gelobt. Und wenn man dann sogar abstinent ist, hurra, hurra. Falls man wieder strauchelt, ist sofort das alte Krankheitsbild verfügbar. Der gelbe Schein des inneren Schweinehundes. Den akzeptiert jeder und man kann ihn sich selbst ausstellen. Zwar spielt dann keiner mehr mit einem, aber man hat die Möglichkeit mit dem eigenen Persilschein, friedlich und im Einklang mit sich selbst zu sein. (weiterlesen…)

Ich möchte Gießkanne sein

Sonntag, 30. August 2009

kannenUnterwegs sein mit Gitarre und Fotokamera in Lobedas Umgebung. Erst Mittag essen bei Muttern im Garten, unterhalb der Lobdeburg. Es gab leckeren Kartoffelsalat und Bratwürste. Mutter freute sich über unsere Gesellschaft. Im Garten fand ich Motive für meine Kamera Exa. Mich faszinierte vor allen die Gießkannen, eine kleinere grüne und dahinterstehend eine orange Kanne auf einem Wasserbehälter. Voller Symbolik für mich dachte ich, Gießkanne sein, geistig, lebensbejahend. (weiterlesen…)

Klare Regeln statt endloser Einzelfallentscheidungen

Sonntag, 30. August 2009

Diesen Eintrag schreibe ich um auf den Kommentar von Michael einzugehen. Vielleicht ist es nicht deutlich, aber der vorige Eintrag ist nicht ironisch gemeint. Diese Regel wurde in der Anfangsphase der Gruppe formuliert und ich habe an ihr mitgewirkt. Sie dient dem Schutz der Gruppe. Deshalb habe auch ich für meinen zeitlich befristeten Ausschluss aus der Selbsthilfegruppe gestimmt. (weiterlesen…)

Erinnerungen an die Psychiatrie 2

Freitag, 28. August 2009

Tabletten © maltedietsch fotolia.deDamals 1989, also noch vor der Wende, war mein Aufenthalt in der Jenaer Psychiatrie doch sehr von den schlimmen Nebenwirkungen von Halloperidol und anderen Medikamenten geprägt. Ich hatte eine schlimme Unruhe in den Beinen, war total verkrampft und ruhig gestellt. Eine unheimliche Schwere und ein eingegipstes Gehirn waren die gefühlten Folgen. Mechanische Bewegungen, starrer Blick und Muskelsteifheit – kurzum mir ging es total schlecht. (weiterlesen…)

Musik aus den Straßen

Donnerstag, 27. August 2009

Wir schreiben Donnerstagabend, 23 Uhr. Eine warme Sommernacht umgibt uns. Im CD-Player läuft gerade eine CD von einer interessanten Gruppe aus Dresden, die sich vor allem jiddischer Musik, Zigeunermusik und andere Musik aus Europa verschrieben hat, das blaue Einhorn. Mit dieser ergreifenden Mischung tiefgründigen Liedgutes klingt der Abend aus. Eben habe ich mich noch dem Aufwasch gewidmet, wenn kein Platz mehr auf dem Küchentisch ist, muss mal wieder aufgewaschen werden. (weiterlesen…)