Hallo an alle da “draußen “. Vielen Dank für eure netten Kommentare, irgendwie sind sie für mich wichtig geworden. Ich finde es ganz toll, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren und sich äußern.
Ich hatte in der letzten Woche ein Interview mit der Tageszeitung unserer Stadt, am Samstag kam der Artikel in die Zeitung. Die Reportage ist gut geschrieben. Danke nochmals an diese Zeitung, dass sie so nett waren, uns zu helfen, um auf diese Webseite aufmerksam zu werden.
Meine Gedanken sind seither wie in Watte gepackt. Ich weiß, dass viele Menschen es nicht verstehen werden, dass ich mein Leben in die öffentlichkeit stelle. Es ist mir absolut nicht leicht gefallen und ich muss auch mit negativer Kritik rechnen. Aber wenn ich nichts mache und nur zuschaue, was in und mit unseren Staat passiert, dann könnte ich nur kotzen. Viele Menschen können mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben nichts anfangen. Sie meinen, wenn derjenige, der abhängig ist, in eine Therapie geht und hinterher arbeitet, dann ist er geheilt. Wer keine Arbeit oder Schulden hat, der ist selber Schuld.
Wer obdachlos ist, hat die Arschkarte sowieso und ist Abschaum. So what? Viele merken allerdings, wie schnell man in die Hartz-IV-Falle kommt. Der Abstieg kommt dann ziemlich schnell. Selbst wenn man verantwortlich ist für sein Leben und es läuft nicht alles “rund”, so sind wir ein Teil dieses Staates und ich möchte nicht eines Tages in meinen Bett liegen und denken “das war es”. Ich finde, selbst wenn ich es mir nicht leicht gemacht habe im Leben, so habe ich trotz allem schon viel für mich und meine Kids erreicht. Und auch wenn ich im Rollstuhl sitze, möchte ich noch viel mehr lernen vom Leben ohne Drogen und Abhängigkeit, mich selber kennen lernen und wieder lernen zu “fühlen”, einfach nur die Leere aus meinen Körper zu bekommen.
Tags: neuanfang, zweiklassengesellschaft









Hallo Sandra, gratuliere dir zu deinem mut und deiner kraft, hier zu schreiben. ist bestimmt nicht einfach. liebe grüße
Hey Sandra,danke für deine “nette” Mail.Eins möchte ich hier klarstellen,
ich habe das Pflegegeld , was ich für die Betreung meiner Cousinen und Cousins bekommen habe ,nicht für Drogen gebraucht, denn ich bin arbeiten gegangen.Und in dieser Zeit war ich jahrelang trocken.Der Staat war da,aber die Familie der Kinder nicht. Leider!! Und ich habe auch keine Kinder abgestellt, denn schwierig waren diese 10 Jahre allemale.Und dieses “Kind” war 19 Jahre alt,als die Pflegschaft vom Jugendamt aufgehoben wurde und Bibi hat selber ihre Entscheidung mit dem Jugendamt getroffen.Es tut mir leid ,wenn nicht alles immer glatt gelaufen ist und ich habe bestimmt viele Fehler gemacht, aber mit vier eigenen Kinder noch euch aufzunehmen, war auch für uns nicht leicht. Und wurde durch eure Anfeindungen auch nicht besser und selbst jetzt nutzt du diesen Block um privates zu klären. Schade,denn du weißt ja wo ich wohne.
Hey Tobi,
danke für deine nette Mail. Ich weiß nicht,ob man diesen Bericht online lesen kann, aber er steht in GN Nordhorn.
LG
Sigrid
Das die welt nicht immer gerecht ist , mussten schon einige erfahren. Das man sich nicht immer alles aussuchen kann, leider auch! Aber Schicksale treffen einen ab und zu! Das Schicksal von Kindern, ist dann härter und Kinder können nichts dafür, denn Erwachsene tragen dazu bei. Kinder die dann in der Umgebung aufwachsen müssen, wo Drogen konsumiert werden und dies als normal da gestellt wird, ist um so härter! Und was tut man dann oder dagegen? Nichts, man bekommt als Kind dann noch gesagt, dass man Schuld ist! Wenn man dann sogar Pflegekinder aufnimmt und Pflegegeld dafür kassiert, ist es leicht sich die Drogen zu finanzieren.! Wo ist da der Staat gewesen, um diese Kinder zu schützen? Erwachsene können selbst entscheiden, ob man den richtigen weg gewählt hat, aber Kinder die schon nicht aus guten Elternhäusern kommen, die haben keine Wahl!! Die wissen nicht, was richtig oder falsch ist! Wer hilft denen? Niemand, statt dessen werden sie abgestellt, wenn es schwierig wird! Erst mal nur weg! Es ist hart, mit einer Behinderung oder Krankheit zu Leben, die man nicht selbst verschuldet hat, aber Kindern dann der Gefahr aus zusetzen, ist genauso schlimm wenn nicht sogar noch schlimmer!!
Hallo Sigrid,
ich würde den Artikel gerne lesen. Weisst Du, ob man ihn online lesen kann? Ich finde es klasse, dass Du Dich öffentlich äusserst. Dazu gehört viel Mut und ich glaube, dass Du damit auch anderen Mut machst.
Toby