Hallo an alle da “draußen “. Vielen Dank für eure netten Kommentare, irgendwie sind sie für mich wichtig geworden. Ich finde es ganz toll, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren und sich äußern.
Ich hatte in der letzten Woche ein Interview mit der Tageszeitung unserer Stadt, am Samstag kam der Artikel in die Zeitung. Die Reportage ist gut geschrieben. Danke nochmals an diese Zeitung, dass sie so nett waren, uns zu helfen, um auf diese Webseite aufmerksam zu werden.
Meine Gedanken sind seither wie in Watte gepackt. Ich weiß, dass viele Menschen es nicht verstehen werden, dass ich mein Leben in die öffentlichkeit stelle. Es ist mir absolut nicht leicht gefallen und ich muss auch mit negativer Kritik rechnen. Aber wenn ich nichts mache und nur zuschaue, was in und mit unseren Staat passiert, dann könnte ich nur kotzen. Viele Menschen können mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben nichts anfangen. Sie meinen, wenn derjenige, der abhängig ist, in eine Therapie geht und hinterher arbeitet, dann ist er geheilt. Wer keine Arbeit oder Schulden hat, der ist selber Schuld.
Wer obdachlos ist, hat die Arschkarte sowieso und ist Abschaum. So what? Viele merken allerdings, wie schnell man in die Hartz-IV-Falle kommt. Der Abstieg kommt dann ziemlich schnell. Selbst wenn man verantwortlich ist für sein Leben und es läuft nicht alles “rund”, so sind wir ein Teil dieses Staates und ich möchte nicht eines Tages in meinen Bett liegen und denken “das war es”. Ich finde, selbst wenn ich es mir nicht leicht gemacht habe im Leben, so habe ich trotz allem schon viel für mich und meine Kids erreicht. Und auch wenn ich im Rollstuhl sitze, möchte ich noch viel mehr lernen vom Leben ohne Drogen und Abhängigkeit, mich selber kennen lernen und wieder lernen zu “fühlen”, einfach nur die Leere aus meinen Körper zu bekommen.


