Werde ich mich an eine 40-Stunden-Woche gewöhnen? Ich glaube nicht wirklich. 30 Stunden sind ideal, aber 40 lassen wenig Raum. Eigentlich wären mir da 50 bis 60 Stunden lieber. Nach acht Stunden ist der Tag eh gelaufen.
Ich lasse mich schlüren, die Wohnung ist nicht gerade aufgeräumt und eigentlich müsste ich heute noch zwei Briefe schreiben. Eigentlich heißt: Ich hab da heute keinen Bock mehr drauf.
Eigentlich – was für ein schleimiges Wort. Irgendetwas grollt in mir. Müsste mein Zimmer aufräumen, Briefe schreiben. Ein spontaner Mauerdurchbruch zur Zimmerumgestaltung würde mir emotional “eigentlich” besser tun.
“Eigentlich” ganz vernünftig, was ich so in der letzten Zeit gemacht habe. “Eigentlich” könnte ich stolz auf mich sein. Inzwischen kaufe ich mir Obst. Nur Micha kann nachvollziehen, was für eine dramatische Veränderung es sein muss, wenn ich anfange mir Obst zu kaufen.
In meinem früheren Leben hatte sehr viel mit Angst zu tun, sehr reale ängste. Wenn man kämpft, braucht man sich keine Gedanken über “Zufrieden sein mit sich selbst” zu machen. Vieles habe ich durch perfides Stumpfsein überwunden. Vitamine sind das sichere Zeichen, dass ich im “eigentlich” ganz normalen Leben nicht mehr an meine Strategie glaube.
Mit ‘verrückt’ getaggte Artikel
Jetzt kaufe ich sogar schon Obst …
Sonntag, 29. März 2009Meine Weltbrille oder Alphabetismus à la Bessy
Mittwoch, 04. März 2009Wer sind eigentlich die Irren? Die, die so genannt werden, oder die, die die Anderen so nennen? Auf jeden Fall bin ich so eine, die “man” eine Irre nennt, die “man” aber eigentlich gar nicht zu den Irren zählen würde. Was ich hier manchmal zu sagen haben werde, ist für normale Menschen zum Ver-rückt werden. über Risiken und Nebenwirkungen informieren Sie meine beiden Betreuer, deren Rufnummer ich auf Anfrage gerne weitergebe. Zur Einstimmung ein paar zu überprüfende Hypothesen:
1) Wer sein Gehirn walten lässt, findet sich in der Idiotie wieder.
2) Kooperation mit dem Gehirn erleichtert das Leben.
3) “Ich” so stellt sich unser Gehirn mit Namen vor.
4) “Ich” steht für unser Gehirn
5) “Ich” heißt jedes Gehirn
6) Mein Gehirn nennt sich “Ich”.
7) Warum nennen sich alle Gehirne “Ich”?
“Ich” entscheidet, wer Du bist und was Du tust.
9) Ohne “Ich” wäre ich nix.
10) Wie schnell trennt sich “Ich” von mir?
11) Kann “Ich” ohne mich leben? Oder überleben?
12) Kann mich mein “Ich” einholen und überholen? Oder ist das alles nur vorgelogen?
Hier noch der Alphabetismus a la Bessy
| A = Sexuell | N = Nadel |
| B = Bekloppt | O = Ohnmacht |
| C = Chronisch krank | P = Putzen |
| D = Doppeldiagnose | Q = |
| E = Einfallsreich | R = Rastlos |
| F = Faul | S = Stoned |
| G = Gestört | T = Tod |
| H = Heroin | U = Unbekannt |
| I = Idiot | V = Vertrauen |
| J = | W = Waschzwang |
| L= Lala | Y = |
| M = Munter | Z = Zurückgekommen |


