Wenn ein Rückfall zum Tabuthema in der Familie wird, kann es schon mal ernste Probleme geben. Gesundheitlicher Art allemal. Da steht dann der Körper des Betroffenen im teuflischen Sog auf der Kippe zwischen Leben und Tod.
Mich hat die Geschichte einiger Rückfälle stets berührt. Ich spürte die Machtlosigkeit meiner selbst, und die des Betroffenen. Diese “Einwortfrage” im ersten nüchternen Blick zurück auf den Rückfall, dieses WARUM? – sucht hilfeschreiend nach Antworten – und bekommt sie nicht. Jedenfalls nicht von mir.
Genau dieses WARUM? steht für mich wie ein Mahnmal vor der Lust sich in Spekulationen zu verzetteln. Möglicherweise um den nächsten Rückfall schon zu programmieren, indem schnelle Antworten zu flüchtigen Entschuldigungen führen. Ich mache in der Gruppe an der Stelle einen Schnitt. Sorgfältig und konsequent. Neu beleuchten können wir den Weg, der vor uns liegt, damit unsere kleinen und festen Schritte nicht ins Stolpern geraten.
Oft müssen Krisen herhalten als Grund für den Rückfall. Dabei sind Krisen zur Bewältigung und Stärkung eine gute Chance für ein besseres Leben des Lebens. Stell Dir vor, die Finanzkrise wäre Anlass für Völkersuff! Obwohl, wenn ich so in die Medien blicke …!
liebe Grüße
Lutz


