Gestern war ich wieder bei der Schuldnerberatung. Wir sind noch einmal alles durchgegangen. Sie leitet jetzt die nächsten Schritte ein für mich. Und bin echt sehr beruhigt, dass mir da jemand helfen tut. Überhaupt läuft es im Moment total gut. Auch in Sachen Wohnung tut sich was und dann war da ja noch die nette Überraschung letzte Woche. (weiterlesen…)
Mit ‘schulden’ getaggte Artikel
Was für eine Glückssträhne
Donnerstag, 10. September 2009Ausgesetzte Hasen und Kontopfändung
Mittwoch, 09. September 2009
ich bin ja guten willens das wochenende wegzufahren. aber an jemand, der ab und zu mal nach meinen haustieren schaut, habe ich nicht gedacht. aber ich habe eine super liebe nachbarin die echt goldig ist, werde sie mal fragen. habe ja ein kleines meerschein und vor einem monat habe ich zwei hasen vor dem tod gerettet. (weiterlesen…)
Abgezockt von der Zeitarbeitsfirma
Freitag, 04. September 2009
Weißt du wie schön das ist, wenn man seinen Briefkasten aufmacht und keine Mahnungen mehr findet? Das war genau die richtige Entscheidung, dass ich mir Hilfe gesucht habe. Alleine hätte ich das große Problem Schulden nicht gelöst. Als ich noch bei der Zeitarbeitsfirma arbeiten war und 300 Euro mehr in der Tasche hatte, habe ich jeden Monat versucht größere Raten zu bezahlen. Jetzt wo ich viel weniger Geld zum Leben habe, sind die Gläubiger nicht mehr runtergegangen mit ihren Raten und da habe ich echt nur noch rot gesehen. Hoffe, dass bald die Klage gegen meinen Ex-Chef durchkommt, weil er mich echt ein halbes Jahr lang ums Geld beschissen hat. (weiterlesen…)
Arge bringt mich weg von der Familie
Donnerstag, 03. September 2009
Das ist mein erster Eintrag hier im Webtagebuch und möchte mich erstmal vorstellen. Ich bin letzten Monat 22 Jahre alt geworden und lebe in Mannheim, wo ich nie hin wollte, aber ich wurde von der ARGE gezwungen. Alles fing vor ein Jahr an. Ich bekam einen Termin von der ARGE, hatte ja sowieso schon Geldsperre auf dem Amt, weil ich mich verweigert hatte einen Eurojob zu machen. Sie gab mir einen Jobvorschlag in Mannheim, wo ich mich bewerben musste. Nach einem Telefonat und 10 Tage Probearbeit war ich nun hier in Mannheim. Aber es ist alles schief gelaufen. (weiterlesen…)
Altersvorsorge gescheitert
Donnerstag, 07. Mai 2009Seit fast zwei Jahren betreue ich Familie J. Zur privaten Altersvorsorge haben sie 1994 eine Eigentumswohnung im damaligen Wert von rund 140.000 Euro gekauft. Das Projekt entpuppte sich als Fehlinvestition. Die versprochene Rendite wurde nie erzielt. Bei der Bank ist noch ein Darlehen in Höhe von 90.000 Euro offen. Der Wert der Wohnung wird inzwischen nur noch mit etwa 30.000 Euro angegeben. In den vergangenen 15 Jahren hat die Familie bereits 160.000 Euro für Zinsen und Tilgung an die Bank gezahlt.
Mit Rechtsanwälten haben sie versucht, aus dem Darlehensvertrag entlassen zu werden. Leider erfolglos. Hinzu kamen immer wieder Probleme mit Mietern. Familie J. musste zweimal den Weg einer Räumungsklage gehen. Das ist ihnen nicht leicht gefallen.
Die Rechtsanwälte und Räumungsklagen haben weiteres Geld gekostet. Inzwischen sind alle Rücklagen aufgebraucht. Seit Dezember ist Herr J. Rentner. Ihren Lebensunterhalt, Miete, Strom etc. muss die Familie von der Rente bestreiten. Die Zahlungen an die Bank für die Eigentumswohnung mussten sie einstellen. Die Geschichte mit der Wohnung belastet die Familie sehr. Sie hatten sich ihren Lebensabend anders vorgestellt.
Wiederholt habe ich versucht, mit der Bank ins Gespräch zu kommen. Mein Ziel war es, außerhalb des Insolvenzverfahrens eine Lösung zu finden. Heute kam endlich eine gute Nachricht von der Bank. Sie wird die Wohnung auf ihre Kosten verkaufen. über die dann bestehenden Restschulden wurde eine sehr gute Einigung erzielt.
Telefon-Terror der Banken
Dienstag, 05. Mai 2009Neulich erhielt ich einen Hilferuf der Inhaberin einer kleinen Firma. Eine Mitarbeiterin sei völlig am Boden zerstört. Sie erhalte Anrufe ihrer Gläubiger am Arbeitsplatz. Im Gespräch mit der Betroffenen kamen die Handlungsmuster einiger Banken wieder einmal ans Tageslicht.
Vor Jahren hatte Frau. C. bei der Citibank einen hohen Kredit aufgenommen. Damit hatte sie unter anderem alte Schulden beglichen. Nachdem ihr Mann arbeitslos wurde, konnten sie zuerst die Raten noch zahlen. Er bekam Arbeitslosengeld und sie schränkten sich mit ihren Ausgaben ein. Dann lief der Anspruch auf das Arbeitslosengeld aus. Sie waren nur noch auf das Einkommen von Frau C. angewiesen. Sie zahlte die Raten verspätet oder überhaupt nicht. Es kam zu Rückständen.
Die Citibank rief die Frau zu verschieden Tageszeiten (bis 22 Uhr) und auch am Wochenende an. Immer wieder waren es verschiede Mitarbeitende. In den Telefonaten wurde auch mit Unwahrheiten gespielt. Der Druck wurde immer größer. Sie war völlig eingeschüchtert. Als dann die Anrufe auch am Arbeitsplatz erfolgten, vertraute sie sich ihrer Chefin an. Nachdem ich dann Kontakt mit der Citibank aufgenommen hatte, blieben die Anrufe aus.
Auf Bundesebene wurden wiederholt Gespräche zwischen dem Caritasverband und der Citibank geführt. Sie distanziert sich von diesen Anrufen und meint, die Mitarbeitenden würden nur vereinzelt anrufen, aber keinen Druck machen, sondern gemeinsam nach Lösungswegen suchen. Die Citibank ist nicht die einzige Bank. Andere Schuldner berichten ähnliches von der Santander Bank und der GE-Money Bank.


