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Mit ‘jobsuche’ getaggte Artikel

Bewerbungsgespräch auf Englisch

Dienstag, 03. März 2009

Nun möchte ich mich erst mal bei euch entschuldigen! Hab wenig Zeit für die Tagebücher aufgebracht in den letzten Tagen. Mein 12-jähriger Sohn hatte letzte Woche Geburtstag und ist während der Faschingsferien bei mir zu Besuch. Er beansprucht meine freie Zeit voll und ganz. Doch für mich ist das natürlich wichtig und ich lebe neu auf.Aber jetzt zum gestrigen Vorstellungsgespräch. Wie schon erwähnt, stellte ich mich in einem großen Betrieb vor, der eine Vollzeitstelle in der Verwaltung inseriert hatte. Meine Vorkenntnisse und Abschlüsse entsprechen genau den ausgeschriebenen Anforderungen. Der Verdienst wäre sehr ansprechend.Zwei wirklich sehr sympathische Damen nahmen mich in Empfang und berichteten mir Entwicklung und Arbeitsweise des Unternehmens. Sie erklärten mir mein zukünftiges Arbeitsfeld und fragten mich nach meinen beruflichen Werdegang.Sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich für diesen Job. Deshalb sollte ich eine kleine Konversation in Englisch mit einer der beiden Damen führen. Oh je – ich war so aufgeregt, dass ich es nicht realisieren konnte, meine Hobbys zu schildern. Allerdings wäre es für mich eine echte Herausforderung, dort meine Englischkenntnisse in Wort und Schrift erweitern zu können.Nun hoffe ich, trotzdem zum zweiten Gespräch eingeladen zu werden, bei dem die Geschäftsleitung dann die Entscheidung trifft, wer die Stelle bekommt. Ich habe angeboten, auf Probe zu arbeiten und Interesse an einem Praktikum gezeigt. Die Stelle wäre eventuell erst ab 01.06.09 zu besetzen. Vielleicht auch schon vorher. Bescheid werde ich Mitte März bekommen.In der kommenden Woche werde ich wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben finden. Da in meinem Leben gerade nichts Interessantes passiert, möchte ich die brisantesten Erlebnisse aus meiner Zeit in Haft mit euch teilen.

Bis dann…

… kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Mittwoch, 18. Februar 2009

Das Wochenende war absolut genial. War mit meinen drei großen Söhnen auf Rollerblades in der City unterwegs. Es war zwar eiskalt, doch die Sonne war angenehm. Ich hoffe, dass bald wieder der Frühling lacht.
Fassungslosigkeit: Ich habe die Prüfung doch bestanden! Hab Juhu gerufen, als ich die Nachricht telefonisch übermittelt bekam. Nun habe ich eine Qualifikation mehr zum Vorweisen, bei meinen Bewerbungen.
Und das ist noch nicht alles: Zwischen meinen ganzen Spam-Mails haben sich – haltet euch gut fest! – drei verschiedene Einladungen zu Vorstellungsgesprächen versteckt. Am Mittwoch geht es los, mit meiner “Favoritenstelle” …
Ich werde euch auf dem Laufenden halten! Drückt mir bitte, bitte noch mal die Daumen! Das hat beim letzten Mal ja so hervorragend geklappt! DANKE…

Jemand aus dem Knast wollen die nicht

Dienstag, 13. Januar 2009

Einfach bei meinem geschiedenen Mann leben, der mich aufnehmen würde? Nein – es gab Gründe für die Trennung – auch heute noch! Die beiden kleinen Kinder sind beim Papa gut aufgehoben, da werde ich sie nicht herausreißen. Aber die beiden Großen sind im Heim. Ihr Vater verunglückte tödlich, als sie noch Kleinkinder waren. Kai wird nächsten Monat 18 Jahre alt. Er möchte sich eine eigene Wohnung suchen. Aber Kevin will wieder bei mir leben, obwohl ihm das Jugendamt freigestellt hat, schon mit 17 Jahren eine eigene Wohnung anmieten zu können. Allerdings ist es gar nicht so leicht, eine Wohnung zu finden!
Die meisten Wohnungsangebote in der Zeitung sind viel zu teuer, zu weit weg oder vom Makler. Bei den wenigen Wohnungen, die ich mir ansehe werden im Viertel-Stunden-Takt Interessenten hereingeführt. Ich habe schon alle gemeinnützigen Wohnungsbauträger und Hausverwaltungen angeschrieben und stapelweise Anmeldeformulare ausgefüllt. Auch Zettel habe ich ausgehängt: “Suche Wohnung…” Nun stehe ich in einer Wohnbaugenossenschaft um eine Wohnung anzumieten. Auch einen Wohnberechtigungsschein habe ich teuer bei der Stadtverwaltung erworben. Doch als meine Daten in den PC eingegeben werden, kommt heraus, dass ich Privatinsolvenz eröffnet habe und ich versuche zu erklären, warum. Nein, jemanden aus dem Knast wollen die nicht haben!
Doch meine Anstrengungen werden belohnt, wieder einmal bekomme ich Hilfe von oben. Meine soziale Betreuerin aus der Frauenwohnung bekommt ein Wohnangebot und gibt es an mich weiter. Eine hübsche Dachgeschoss-Wohnung mit drei Zimmern, mitten in der Stadt. Gott, bin ich glücklich!