MuseSuse
Rainer S.

Mit ‘enttäuschung’ getaggte Artikel

Ein bisschen Frühling garniert mit Kästners Gedichten

Montag, 16. März 2009

Bin froh, zeitig um 8.30 Uhr aus dem Bett gekommen zu sein. Nach meinen Wintertief doch ganz lobenswert. Aber ich weiß, wenn der Geist willig ist, geht es auch früher. Straßenzeitungsverkauf auf der Johannisstraße in Jena Zentrum. Ein sonniges Plätzchen, Leute flanieren vorbei, Vögel singen in Grünanlagen. Ich frage viele Leute, ob sie Interesse haben an einer Zeitung. Kaum einer. Zum Glück sind meine Erwartungen ganz niedrig. Sonst wäre das eine oft frustrierende Beschäftigung bei so viel Ablehnung. Nur gut, dass ich so viele Leute kenne.

Dann einfach so ein Gedicht gesprochen. Das ist für mich auch schön. Heute war wegen des guten Wetters “Frühling auf Vorschuß” von Erich Kästner dran. Genau der März von Kästner. Die Gespräche sind es, freundliche Grüße, Stimmungen, das Frischhalten von Gedichten, das Dabei sein lässt mich immer wieder neuen Mut schöpfen.

Diesmal spare ich für eine kleine Reise im Mai. In zwei Stunden heute zwei Zeitungen verkauft. Nun sitze ich bei einem Kaffee in der Gärtnerei und schreibe. Blick auf Blühendes wie Zaubernuss, Primeln und Jasmin. Ein herrlicher Platz. Freue mich, einigen Aufgaben nachzugehen. WC-Reinigung und kehren. Dieser Betrieb ist eine Insel am Strom der Zeit. Straßenbahn und belebte Straße vor der Tür.

Von mir Gedanken zum Frühjahr:

Die Tage werden wieder länger.
Der Gesang der Vögel intensiver.
Büsche und Bäume zeigen dicke Knospen.
Eine Welt voller Erwartungen.
Frühblüher erfreuen unser Auge und Herz.
Wir genießen die milden Winde und die wärmende Sonne.
Alles ist im Wandel, Tag und Nacht, die Jahreszeiten und die Menschen mittendrin
Ach mögen wir doch zufrieden sein und dankbar.

Nun ein Zitat von Pearl Buck:

Viele Menschen versäumen das kleine Glück,
weil sie auf das große vergeblich warten.

Herzliche Grüße von Suse

Denken macht hübsch

Samstag, 07. März 2009

Eigentlich wollte ich heute ausschlafen. Aber um 9 klingelte es. Dennis kam und fragte, ob ich zu der Demo gegen die NPD mitkommen würde. Zuerst sagte ich nein, aber ich bin dann doch mitgekommen. Das Wetter war gut und ich doch froh, mich aufgerafft zu haben. Wir liefen eine Weile im Zug mit und Dennis sagte, hier seien bestimmt viele Frauen nach meinem Geschmack dabei. Bevor er fragte ging es mir selber schon durch den Kopf: “Denken macht hübsch”, und gab Dennis diese Antwort. Es war ein ganz netter Vormittag und neben dem guten Wetter tut es wirklich gut, Menschen mit wachen, offenen Augen zu sehen.

Der Entschluss heute faul zu sein, ist gar nicht so einfach umzusetzen. Gestern habe ich gesehen, dass sich das Outfit der Webtagebücher geändert hat. Etwas unübersichtlicher. Ich habe in den Webtagebüchern meine Favoriten, da sind Texte und Personen die mich ansprechen und ich sehe nur sehr wenige Bewertungen. Schon vor einer Weile habe ich gedacht, dass es schade ist nur wenige Feedbacks zu bekommen. Es würde mich schon interessieren. Auch frage ich mich bei der Gelegenheit, bin ich überhaupt noch in der Autoren-Zielgruppe oder bin ich da nicht eigentlich schon raus?