Ich hatte aus der Not heraus (konnte meinen kurzen Arbeitsweg von zwei Kilometern nicht mehr laufen!) mit 57 Jahren noch einmal Fahrstunden genommen, nachdem mein Antrag auf finanzielle Unterstützung für den Erwerb eines eigenen PKW als Schwerbehinderte genehmigt war. Das Auto zu bekommen und selbst zu fahren, war für mich daher ein unbeschreibliches Glück. So empfinde ich auch noch heute. Aber was nützt das, wenn kein Parkplatz in der Nähe des Zielortes ist? (weiterlesen…)
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Mit einer Parkerleichterung zu mehr Lebensqualität
Montag, 30. November 2009Wenigstens kosten Träume nichts
Mittwoch, 01. April 2009Der Tag beginnt bescheiden. Bin schon um 5 Uhr hellwach, man spürt, dass der Frühling kommt. Wenn man morgens die Vögel hört, dann könnte man meinen, die Welt ist noch in Ordnung – bis man sich die Nachrichten im Fernsehen ansieht.
Um 8 Uhr wird mir Blut abgenommen. Ich überlege mir, ob ich mich noch mal hinlege, aber immer wieder klingelt das Telefon. Ich “frühstücke” um 13 Uhr mit den Kindern (tja, man merkt, es sind Ferien!). Anschließend fahre ich mit meinem Rollstuhl zur Krankengymnastik.
Mein Rücken schmerzt, aber ich muss noch einkaufen. In unserem Stadtgebiet wird die Einkaufstraße neu gemacht. Hat jemand von euch mal einen Elektrorolli durch Baustellen gesteuert? Alles super “behindertengerecht”, in manchen Geschäften wird man angeschaut, als ob man automatisch geistig behindert ist, wenn man im Rollstuhl sitzt. Mir fehlt mein Auto! Aber dieses Problem gehe ich morgen an. Mein Kleinster hat zwei Freunde über Nacht bei uns und ich werde hoffentlich eine schmerzfreie Nacht erleben und vielleicht träume ich von einem Leben das einfacher ist. Denn Träume kosten in diesen Leben nichts.


