SigridH
Anna Maria Haas
Tobias N.
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MartinN
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Mit ‘armut’ getaggte Artikel

Armut macht unglücklich und einsam

Freitag, 18. Dezember 2009
Sigrid H.

Sigrid H.

Hallo an alle, die mich und uns so lieb unterstützt haben und sich auch mal zu Wort gemeldet haben in Form eines Kommentars. Bei mir und meinen Kindern hat sich 2009 so viel getan. Unser Abstieg ist noch nicht zu Ende und wir haben gemerkt, wie lang und tief man fallen kann. Erst wurden wir nicht beachtet, viele konnten sich Armut in Deutschland gar nicht vorstellen. Mittlerweile bekomme ich zu hören, dass wir ja nicht alleine sind und da sollte man sich halt drauf einstellen. Denn wo nichts ist, wird auch nichts hin kommen. (weiterlesen…)

Glückliches Kind

Sonntag, 13. September 2009

Rosa Schatz © Elena kouptsova-vasic - Fotolia.comZum Glück gibt es in unserer Beratungsstelle auch Situationen, die uns schmunzeln lassen. Neulich kam Mhamed zu uns, ein aufgewecktes Kerlchen von acht Jahren. Die Familie war uns von einem früheren Besuch bekannt. Da das dritte Kind unterwegs war, hatten wir gemeinsam mit den Eltern einen Antrag beim Wohnungsamt zwecks einer größeren Wohnung gestellt. Nun war das Baby also da und Mhamed hatte Großes vor… (weiterlesen…)

Hauptsache der Katze geht’s gut

Freitag, 11. September 2009

Playstation 3Gestern habe ich mir eine Playstation 3 gekauft, obwohl ich sie mir eigentlich nicht leisten kann. Dafür werde ich auch den Rest des Monats sparsamer leben. Für meine Katze habe ich vorher schon gesorgt, so dass sie genügend Futter und Katzenstreu hat. Dass es meiner Katze gut geht, ist für mich am Wichtigsten. Ohne sie fühle ich mich etwas einsam. Ich wünsche mir, endlich mal wieder ein nettes Mädchen kennen zu lernen. (weiterlesen…)

Wie ein schwerer Rucksack

Montag, 20. Juli 2009

Heute ist wieder einer der Tage, an denen ich nur noch heulen kann. Ich habe das Gefühl, ich könnte schreien und keiner hört es. Es ist erst der 20. Juli und doch bin ich pleite, diesen Monat geht gar nichts mehr. Habe zwar meine Versicherung, die Schulbücher und die Haushaltshilfe nach meinem Unfall bezahlt. Für eine Geburtstagsfeier für Nicky hat es dann aber nicht mehr gereicht. Er sagt zwar, es macht ihm nichts, aber das glaube ich ihm nicht.

Die Versicherung des Unfallgegners lässt sich Zeit. Viel hatten meine Kids noch nicht von den Ferien, es gibt hier zwar Ferienpässe, aber auch das kostet Geld. Selbst mein Wohngeld fehlt mir seit drei Monaten. Dieses Leben am Minimum und mit der Behinderung, nie wieder arbeiten zu können, ist wie ein schwerer Rucksack auf meinem Rücken.

Wie soll man sich auf das Leben freuen, wenn immer mehr an Scheiße passiert. WER KANN MIR HELFEN? Ich muss diese Zeit, als Zeit meines Lebens ansehen, wo ich mich kennenlerne und versuche, die Zeit und auch mich zu verstehen und damit fertig werden.

Wenn man dann unsere Politiker hört, könnte ich zusätzlich kotzen. überall wird vertuscht und sich gegenseitig gefetzt, statt nach Lösungen zu suchen. Es wird gemogelt, wo es geht. Angeblich ist die Talfahrt der Wirtschaft gestoppt ;-) . Die Arbeitslosenzahlen halten sich noch in Grenzen. Klar, wenn die Arge oder das Arbeitsamt jeden aus dem Verhältnis raus nimmt, der eigentlich nur einen Bewerbungskurs oder sonstige Kurse besucht. Es werden Debatten über Rente geführt, aber ein neues System kann man nicht erstellen.

Man wundert sich, dass jeder dritte erwirtschaftete Euro für Soziales ausgegeben wird. Man sollte sich mal fragen, warum das so ist. Wenn eine Familie sich mit zwei Einkommen nicht über Wasser halten kann, woran kann das liegen? Mindestlöhne? Wie kann es sein, dass es Familien gibt, die noch nie gearbeitet haben und selbst deren Kinder Hartz IV bekommen während andere um jeden Cent kämpfen müssen? Warum bekommen unsere Politiker Diäten? Wer bezahlt denn deren Renten? Fragen über Fragen, aber die größte Frage ist: Wann wird sich etwas ändern?

Inkasso-Unternehmen als moderne Raubritter

Dienstag, 21. April 2009

Früher standen die Raubritter und Wegelagerer vor den Toren der Stadt und haben die Menschen ausgenommen. Ein paar Inkasso-Unternehmen und Rechtsanwälte haben heute diese Rolle übernommen. Ich möchte hier nicht alle Firmen anschwärzen, die sich mit der Verwaltung von Schulden beschäftigen, aber leider gibt es in der Branche einige schwarze Schafe. Sie setzen auf die Unwissenheit und Hilflosigkeit von Betroffenen.

Mir liegen Schreiben vor, in denen es z.B. um eine nicht bezahlte Rechnung in Höhe von 10 Euro geht. Innerhalb von ein paar Monaten werden daraus schnell 400 Euro. Heute wurde ich wieder mit so einem Fall konfrontiert. Frau K., eine Rentnerin im Alter von 75 Jahren, bekommt eine kleine Rente. Ergänzend erhält sie Sozialhilfe. Die Rechtsanwälte Wehnert & Kollegen haben jetzt ihr Konto gepfändet. Sie kann kein Geld mehr abheben, die Miete und Strom nicht bezahlen. Vor mehr als fünf Jahren hat Fr. K. an einem Gewinnspiel teilgenommen und um die Gewinnchancen zu erhöhen eine Bestellung aufgegeben. Den versprochenen Gewinn hat sie nie erhalten. Sie fühlte sich betrogen und hat die Rechnung nicht bezahlt. Eines Tages bekam sie dann Post von der Firma UGV Inkasso. Sie kümmerte sich nicht weiter um die Angelegenheit, da sie sich ungerecht behandelt fühlte. Schon damals kam es zu einer Kontopfändung, die mein Kollege rückgängig machen konnte.

Den Rechtsanwälten ist die Lebenssituation der Frau bekannt. Sie kennen die Einkommenssituation und wissen, dass Sie bei der Frau kein Geld einklagen können. Trotzdem versuchen sie es immer wieder. Mit Halbwahrheiten oder Kontopfändungen werden die Betroffenen unter Druck gesetzt, in der Hoffnung, Zahlungen zu erhalten. Das Vorgehen hat Methode. Nur wenige Menschen wenden sich an Schuldnerberatungsstellen oder seriöse Rechtsanwälte. Immer wieder ärgert es mich, wie hier die Unwissenheit ausgenutzt wird und wie die Menschen mit Drohbriefen und Unwahrheiten zu Zahlungen gezwungen werden sollen.

Ohne Geld kann man nicht viel unternehmen

Sonntag, 29. März 2009

Dieses Wochenende war nicht so gut wie das letzte. Ohne Geld kann man leider nicht viel unternehmen, besonders wenn das Wetter nicht mitspielt. Früher bin ich mit meinen Kids in die Niederlande gefahren. Ich liebe dieses Land, dort gibt es gar nicht weit, große Spielplätze mit Restaurants, wo man billig Kaffee trinken kann. Ich habe mir dann ein gutes Buch mitgenommen und die Kinder haben gespielt, ein kleines Eis dazu und es war perfekt für uns. Das fehlt uns so sehr, denn mit dem Rollstuhl komme ich nicht weit.
Mein Sohn Moma macht für eine Woche, einen Lehrgang vom THW mit. Gott sei Dank gibt es einige Sachen, wo man nichts bezahlen muss und er hat Spaß dabei. So, ab morgen beginnt eine neue Woche und ich hoffe diese wird besser.