7. Mai 2009 16:01
Ich freue mich sehr über die Kommentare von Silvia und Hannes. Über meinen Genesungszustand in Bezug auf die Erkältung freue ich mich gar nicht.
Oft schon habe ich bemerkt, wenn ich über eine Sache nachgedacht habe, dass ich dieselbe Sache aus verschiedenen Blickwinkeln sehe. Ich habe gemerkt, dass Gefühle, die in mir sind diese Blickwinkel sehr stark einfärben. Es lohnt sich, mehrmals an etwas zu denken, man lernt sich kennen. Man will etwas unbedingt erreichen, versucht alles Mögliche, nur um festzustellen, dass sich immer neue Hindernisse aufbauen. Irgendwann gibt man dieses Wollen auf und siehe da, man stößt plötzlich auf Möglichkeiten.
Im Geschäftsleben ist es eine wichtige Erkenntnis: „Grundlage für ein gutes Geschäft ist, dass es mir egal ist!" (Die Arbeit, die man macht, darf einem nie egal sein). Euphorie, Depression, unbedingt wollen, nicht anders können – Gefühle, die den Ausschlag des inneren Seismographs anzeigen. Der Blick nur offen für eine Steigerung des Ausschlages.
Gott verdient Beachtung... Sucht als Gott, Gott als Sucht. Beben der Ungewissheit. Nach meiner Psychose sind die Zeiger hier in beide Richtungen abgebrochen. Geblieben ist die Erkenntnis, dass jedes Pendel ausschwingt. Bestärkt hat es sich in mir, dieses Bild als ein sehr schönes wahrzunehmen. Es ist, bei diesem ständigen rumpendeln, eine Anregungen von außen, immer auch ein Glück.