Kichernder Kobold

Geschrieben von PeterS | Schlagworte , , ,
24. Juli 2009 13:24
Die neu für mich zuständige Sozialarbeiterin holt mich zum Kennenlernen in ihr Büro und sagt, ich sei haftresistent. Warum? Na ich sei langzeitlich haftgewohnt. Ausgerechnet ich? Ich, der diese Knaststruktur so abgrundtief verachtet, soll daran gewöhnt sein? Bedeutet es, dass ich nicht mehr büße? Muss jetzt etwas mit mir geschehen, damit ich wieder leide? [Mehr]

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Warten auf das Erklärte

Geschrieben von PeterS | Schlagworte , , ,
21. Juli 2009 16:55
Kannst du nachvollziehen, dass sich hier etliche Menschen Big Brother ansehen? Das ist so, als ob wir uns permanent im Spiegel anschauen würden. Wir sehen uns selbst. - All der Schwachsinn ist etwa so wie bei Becketts „Warten auf Godot“. Doch dort hat das Sinnlose wenigstens einen Sinn. Wir im Knast warten auf eine ganz besondere Erlösung... [Mehr]

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Strategien gegen den Verlust von Autonomie

Geschrieben von PeterS | Schlagworte , , ,
17. Juli 2009 14:22
Meine Zelle ist eine schmuddelige Wüste, in die kein Beamter sich gerne vorwagt. Kein Bild, keine Tischdecke, nichts, nur meine eigene Unordnung. Doch nicht nur durch die Kargheit und Unordnung in meiner Zelle schaffe ich es, mich von meiner Umwelt abzugrenzen. [Mehr]

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Die Verachtung des Folterkörpers führt zur Autonomie

Geschrieben von PeterS | Schlagworte , , ,
17. Juli 2009 09:20
Stell dir vor, dich würde jemand jahrelang in ein Klo einsperren. Genau das tun die Verwalter mit mir. In einem Klo bleibt der Mensch nur so lange wie er muss. Und er richtet sich darin auch nicht ein. Deshalb tue ich das auch nicht. Niemals würde ich mir dieses Stinkeklo wohnlich machen wollen, kein Bild, keine Gestaltung etwa, so wie es bei anderen Gefangenen zu sehen ist. Im Gegenteil: lch pinkle zum Beispiel grundsätzlich ins Waschbecken, um den Raum zu entweihen. [Mehr]

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Das Miststück im seelischen Mülleimer - Kommentar update

Geschrieben von PeterS | Schlagworte , , ,
17. Juli 2009 08:14
Mein Papa war oft abwesend in meiner Kindheit. Ich habe ihn abgöttisch geliebt. Niemals hat er mich geschlagen. Meine Mutter sagte hingegen schon immer, er sei ein Miststück und sie schlug mich, meinte aber vielleicht ihn? Einmal sagte sie sogar, das gleiche Miststück wie er es war, habe sie jetzt großgezogen. Ist das nicht fatal? Da war ich vielleicht 11 und vorpubertär. In Wirklichkeit bin ich es noch immer. Denn aus einem Ei, das nicht ausgebrütet wurde, wird niemals das von der Vorsehung vorhergesehene. Muss ich also immer ein Ei bleiben? [Mehr]

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