Hallo an alle da draußen, habe lange nicht mehr geschrieben. Nach meinem Unfall habe ich mich zurückgezogen, drei Wochen ging es mir richtig schlecht. Meine Freude über das Auto ist verflogen, denn die Realität hat mich wieder eingeholt. Moma ist auch so ein Ding passiert. Er wollte mein Auto richtig vor die Garage stellen und statt Bremse drückt er aufs Gaspedal. Eine Beule und der Abfluss der Regenrinne ist demoliert, zum Glück ist ihm nichts passiert. Dachte an meine Jugend, war mir früher auch sicher, dass ich Auto fahren konnte, wurde auch eines Besseren belehrt. Vorletzte Nacht steht mein Auto an der Straße und mein Spiegel wurde abgetreten. Manchmal kann ich selber nicht glauben, was für eine Scheiße nach der anderen passiert.
Die Wahl zwischen Pest und Cholera: Schmerzen oder Opiate
Mein Geld neigt sich zu Ende, der Kampf im Alltag geht weiter. Mein Bürokram wächst mir über den Kopf, meine offenen Rechnungen geben mir den Rest. Nach über 14 Jahren habe ich Kontakt zum BTM, habe letzte Woche ein Schmerzpflaster bekommen. Die ersten Tage waren am Schlimmsten, musste mich andauernd übergeben, als wenn ich auf Shore wäre.
Das Schleudertrauma gab mir den Rest an Schmerzen, die ich noch ausgehalten habe. Meine Schmerzen sind zwar weniger, aber in meinem Körper Opiate zu spüren, ist nicht leichter. Mein Kampf findet im Moment in meinem Körper und in meiner Seele statt. Muss meine Depressionen in Schach halten. Jeden Tag kämpfe ich mit mir sogar um ganz einfache Erledigungen. Gerade jetzt sind so viele Sachen, die ich erledigen muss.
Müsste eine Bank überfallen um Schulbücher bezahlen zu können
Mein “kleiner Sohn” kommt auf die Realschule und Moma in die 10. Klasse. Beide haben gute Zeugnisse und ich bin sehr stolz auf sie. Habe schon die Bücherbestellung bekommen, weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll, mal eben so locker 100 Euro dafür, dann kommen noch die Hefte und alles andere dazu. Bin echt am überlegen wo die Gelder herkommen sollen, kann ja eine Bank überfallen
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Wenn die Wirtschaft noch mehr runtergeht, und das wird sie, dann hoffe ich nicht mit uns. Im Moment kann ich noch nicht einmal beten, habe jeglichen Mut verloren. Ziehe mich von all meinen Bekannten und Freunden zurück, ich weiß dass, das nicht richtig ist. Möchte jemand am meine Seite haben, der mich auffängt und meine bzw. unsere Sorgen gemeinsam teilt. Aber so jemanden zu finden ist genauso schwer, wie ein Sechser im Lotto. Und ich gebe zu, eine kleine Hexe zu bändigen ist auch nicht leicht
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Puh, war gar nicht so einfach mich wieder zu öffnen, aber es tat richtig gut.
Liebe Grüße
Sigrid


Wir haben es mal wieder nachts, kann noch nicht schlafen, obwohl ich hundemüde bin. Heute war sooooo ein langer Tag, dass ich das Gefühl habe, ich wäre eine Marionette. Seit letzter Woche ging es mir sehr schlecht, jeder Tag war voller Schmerzen und mein Doc dann Ende der Woche auch noch selber krank. Also hielt ich bis heute durch, denn unserem Notdienst am Wochenende trau ich nicht. Außerdem haben die nicht viel Zeit und meine Story dann auch noch in Kurzform runter zu rattern, dafür fehlte mir einfach der Nerv.
Wie immer: Ich kann nicht schlafen, habe Kopfschmerzen. Eigentlich müsste ich schlafen wie ein Bär, aber leider auch in dieser Nacht … nichts. Es ist wie verhext. Eigentlich kein Wunder, denn was ich in letzter Zeit hinter mir gelassen habe, finde ich zumindest enorm. Mein Leben dreht sich in einer Schnelligkeit, die ich im Moment gar nicht so in Worte fassen kann. Tausende von Gedanken und Gefühlen, die durch mich hindurchrasen.
