Ich hatte aus der Not heraus (konnte meinen kurzen Arbeitsweg von zwei Kilometern nicht mehr laufen!) mit 57 Jahren noch einmal Fahrstunden genommen, nachdem mein Antrag auf finanzielle Unterstützung für den Erwerb eines eigenen PKW als Schwerbehinderte genehmigt war. Das Auto zu bekommen und selbst zu fahren, war für mich daher ein unbeschreibliches Glück. So empfinde ich auch noch heute. Aber was nützt das, wenn kein Parkplatz in der Nähe des Zielortes ist? (weiterlesen…)
Mit ‘ohnmacht’ getaggte Artikel
Mit einer Parkerleichterung zu mehr Lebensqualität
Montag, 30. November 2009Atmosphärische Störungen
Freitag, 06. November 2009
Glücklicherweise hatte Olaf erst im Flur – kurz vor dem Verlassen der Kontakt- und Notschlafstelle – seine Gaspistole abgedrückt. Danach war er verschwunden. Das Gas legte sich wie ein Mahnmal langsam über uns. Alle würgten und hatten Tränen in den Augen. Vom Schock ganz zu schweigen. Selbst nach Dienstschluss in der Nachbesprechung wurde kaum gesprochen. Der Schuss, das Gas und die Benommenheit danach – das gerade Erlebte und die eigenen Gefühle waren zu mächtig für die übliche Wortakrobatik. (weiterlesen…)
Leben ohne Scheuklappen
Dienstag, 20. Oktober 2009
Eine alte Dame, 90 Jahre hat sie auf dem Buckel, fast blind ist sie. Schon ein halbes Leben wohnt sie in IHREM Wohnblock. Mann und Sohn sind schon vor Jahren gestorben. Jeden Morgen verlässt sie das Haus und geht langsam mit ihrem weißen Stock zum nahe gelegenen Kiosk. Es ist schon fast Tradition. Zwei Brötchen und eine Zeitung kauft sie ein. Man kennt die alte Frau. Doch dann passiert das Unglaubliche. (weiterlesen…)
In welcher Welt leben wir eigentlich?
Donnerstag, 08. Oktober 2009Ein heißer Tag. Bei diesen Temperaturen ist bestimmt nicht viel los, meint gerade eine der vier Beraterinnen, als eine junge Frau völlig aufgelöst die Beratungsstelle betritt: „An der Ampel um die Ecke liegt eine Frau auf dem Bürgersteig.“ Sofort machen wir uns auf den Weg. Was wir dort erleben, macht mich wütend. (weiterlesen…)
Über einen Tag, der unser Leben veränderte
Donnerstag, 06. August 2009Mein Sohn, der mittlerweile so schöne Fortschritte macht, Gedichte und Theaterstücke schreibt und lieb ist, gibt mir immer Anlass, an den 16. Februar 2007 zu denken, aber auch an die Zeit davor. Nach der ersten Liebe war er unglücklich, nahm Drogen wie Cannabis, hörte harte Musik und war natürlich auch durch die Pubertät verändert. Er trug schwarze Kleidung, sang menschenverachtende Liedtexte und hatte plötzlich keinen Bock mehr auf Schule, obwohl er vorher Klassenbester war. (weiterlesen…)
Ströme abscheulicher Bilder und Töne
Montag, 20. Juli 2009Sigrid und Markus (beiden vielen Dank) haben mir zu den Bildern in meinem Kopf ein paar Tipps gegeben. Wohltuende Worte. Wochen danach plagen mich immer noch diese Ströme abscheulicher Bilder und Töne. Es ist im Glauben an Gott sicher respektabel, sich das Ende dieser Störungen zu wünschen. In so vielen Fürbitten habe ich das auch schon getan.
Ich denke diese Zeiten haben auch etwas mit meinem Zustand zu tun. Wenn ich mich gut fühlen kann, bin ich offen für Weiches und Hartes. In meiner gänzlichen Verwundbarkeit schmerzt eben fühlbar mehr.
Der jüngste Auslöser war die Geschichte einer Kollegin, die von ihrer Familientrennung berichtete. Im Nachsinnen darüber hörte ich noch Kindergeschrei in der Nachbarschaft. Mir kam Gänsehaut und Angst erfüllte mich. Um mich abzulenken ging ich in den Garten um großen Mengen Brennnesseln den Garaus zu machen. Es brannten die Arme von der Berührung, die Bremsen bissen schmerzhaft – es ging mir gut.

