Wer diesen Satz unbedarft in seinem Zeugnis liest, freut sich. Wer aber zwischen den Zeilen lesen kann, der weiß, wie es wirklich gemeint ist: „Sie hat sich zwar bemüht, aber wirklich gereicht hat es nicht.“ Eine bittere Erkenntnis, die sich bei dieser Frau durchs ganze Leben zieht.
Schon als Kind musste sie sich anstrengen, denn ihre Mutter starb früh. Sie warb ständig um die Liebe ihres Vaters. Doch der bemerkte sie kaum. In der Schule hat sie sich ebenfalls stets bemüht, aber die hausfraulichen Verpflichtungen zu Hause nahmen sie so in Anspruch, dass kaum Zeit fürs Lernen blieb. Dann die Ausbildung, die (zu) frühe Heirat – auch da hat sie sich stets bemüht. Doch es reichte nicht aus.
Jetzt bleibt ihr Hartz 4. Auch das reicht nicht. Durch seine Spielsucht ließ der Ehemann sie mit einem Berg Schulden allein. „Mein ganzes Leben“, sagt sie, „habe ich mich stets bemüht und jetzt habe ich keine Kraft mehr“. Der Alkohol nimmt sie gefangen. Was für ein trauriges Leben. Nach einem Selbstmordversuch befindet sie sich jetzt in einer Klinik. Wir hoffen, dass sie jetzt die Hilfe bekommt, nach der sie ihr ganzes Leben gesucht hat.
Für die Allgemeine Lebensberatung
Anna Maria Haas
Tags: alkohol, enttäuschung, hartz4, schulden









Wenn ich das lese, sehe ich mich selber… und was mir immer klarer wird, genau das: immer bemüht, aber gereicht hat es nicht. zumindest nicht, um irgendwie den Anschluss zu bekommen. Und oft genug stehen Urteile im Raum, ich hab eben nicht genug getan… Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, so etwas über einen anderen Menschen zu lesen….
Ich kann ihr nur wünschen, dass sie mit Therapie mehr Glück hat als ich – denn meine Therapien haben zerstört, was noch heil war. Ich bin nur froh, dass ich seit mittlerweile über 20 Jahren ohne Alkohol lebe. Aber es bleibt ein täglicher Kampf, und der Abstand zu anderen Menschen wird immer größer.
Wie schlimm für diese Frau.Ihr ganzes Leben hat Sie sich für andere geopfert und nie an sich selbst gedacht.
Und nun hat sie keine Kraft mehr sich um sich selbst zu kümmern.
Hoffentlich bekommt Sie in dieser Klinik die Hilfe und Aufmerksamkeit , auf die sie so lange warten musste.
Alles Gute füe Sie!!!
Das ist schon ein harter Kampf und schlägt auf das selbstbewusstsein.
Man kann nur hoffen, dass die Frau aus diesem Tal rausfindet und sie noch die schönen Seiten des Lebens erfahren kann.
Die Verzweiflung dieser Frau kann ich nachvollziehen. Kam mir doch da einiges bekannt vor, auch aus meinem Leben. Hoffentlich gibt es gute Therapeuten in dieser Klinik die ihr helfen beim Neuanfang.Erst mal zu sich kommen, meine Stärken, meine Schwächen, was bin ich, wer bin ich, was kann ich. Mut fassen. Das braucht Zeit und das richtige Umfeld und den eigenen Willen Ja zu sagen zum Leben, die dargebotene Hilfe anzunehmen. Ich wünsche dieser Frau die Kraft neu anzufangen,ihr Leben in die Hand zu nehmen, weg zukommen vom “Tröster”Alkohol. Vielleicht findet sie in Christlichen Gemeinschaften Aufgaben, die sie ausfüllt,zB. singen,basteln, helfen
Ich wünsche Mut zu neuer Hoffnung.
Alles Gute wünscht von Herzen Musesuse
Ach je, das tut mir sehr leid, wie es der Frau geht. Ich kann sehr gut verstehen, dass man zu Tode erschöpft ist vom ständigen sich Bemühen. Leider ist dieser Planet für Männer noch immer so viel besser als für Frauen und werden sowohl unermüdliches Bemühen als auch langes Leiden von Frauen sehr wenig gesehen oder gar gewürdigt. Ich wünsch der Frau von ganzem Herzen, dass sich jetzt viele für sie einsetzen, dass sie doch noch eine gute Lebensperspektive entwickeln kann – vielleicht zusammen mit anderen.
Igasho