Schon als kleines Kind hatte Holger einen Traum: „Ich kaufe mir mal eine Harley“. Eine schreckliche Vorstellung für die Mutter, die ihren Bruder bei einem Motorradunfall verloren hatte. Inzwischen macht Holger eine Ausbildung im Betrieb seines Vaters. Die Leidenschaft für den Motorradsport ist geblieben. „Wenn ich bald eigenes Geld verdiene, kaufe ich mir ein Mofa“, lautete seine Ansage. Doch dann kam alles anders.
Die Mutter hatte verständlicher Weise dem Wunsch ihres Sohnes nie zugestimmt. Dabei blieb sie auch als der 18. Geburtstag von Holger ins Haus stand. Noch immer sagte sie nein zu einem Zweisitzer. Leider entschied die Oma anders und beim Geburtstag stand zur großen Überraschung von Holger und seinen Eltern ein Mofa vor der Tür.
Als die Mutter zu uns in die Beratung kam, war das Unglück schon geschehen. Auf regennasser Fahrbahn kam Holger aufgrund mangelnder Fahrpraxis von der Straße ab und stürzte eine Böschung hinab. Mit schweren Verletzungen kam er in die Klinik. Ob Holger mit seiner Beinprothese jemals eine Harley fahren wird?
 Für das Team der Allgemeinen Lebensberatung
Anna Maria Haas









Ich glaube jeder Jugendliche wünscht sich einmal in seiner Jugendzeit ein Mofa.
Alle Eltern stehen dann vor der schwierigen Frage” Sollen wir oder lieber nicht”
Die Oma aus diesem Fall trägt doch auch keine Schuld oder?
Doch wird sie sich selbst immer wieder sagen”Hätte ich doch nicht……”
Manche Dinge können wir leider nicht beeinflussen!!!
das ist eine schlimme sache mit dem mopedunfall ich glaube alle eltern sind oft vor solche entscheidungen gestellt
dem ihimmel sei dank wenn alles gut geht
vorwürfe helfen nicht-ich denke das sie die familie so getragen haben
Es wäre schlimm, wenn man sich in der Familie gegenseitig deswegen Vorwürfe machen würde.
Trotzdem sehe ich es kritisch, wenn die Großeltern dem Enkel einen Wunsch erfüllen, dem die Mutter nicht zugestimmt hat.
Das ist der Alptraum eines jeden Vaters und jeder Mutter. Hier stellt sich doch die Frage, wie weit man die Wünsche der Kinder respektieren muss und inwieweit man als Eltern rationale Abwägungen treffen kann. Trägt die Oma jetzt die Schuld am Unglück oder muss man die Eigenverwantwortlichkeit des 18-Jährigen betonen? Auch wenn ein 18-Jähriger dem Gesetz nach Erwachsen ist, befindet er sich noch in einem Entwicklungsprozess, bei dem man nicht mit Sicherheit von jederzeit kontrollierten Vernunfthandlungen des Jungen ausgehen kann.
Ich hoffe, dass Oma und Mutter auch emotional nachvollziehen, dass keine von beiden Verantwortung für die Handlungen des jungen Mannes trägt. Ich denke in diesem Sinne wird auch die Lebensberatung beraten und unterstützt haben.