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Frau mit Kopftuch © amandare - Fotolia.com„Das kann ich unseren Mietern nicht zumuten“, mit dieser Aussage nahm ein Hausverwalter einer fünfköpfigen Familie die Hoffnung auf eine neue Wohnung. Nicht die drei Kinder waren das Problem. Schließlich leben ja noch mehr kinderreiche Familien in dem Haus. Nein, das Kopftuch sei das Problem. Man möchte einfach keine ausländischen Mitbewohner in dieser Hausgemeinschaft haben.

Als die Familie mit der Bitte um Vermittlung zu uns in die Beratung kam, haben wir den Hausbesitzer angerufen. Da wir die Familie schon lange kannten, konnten wir nur Gutes berichten. Die Familie lebt schon viele Jahre in Deutschland. Alle Kinder sind hier geboren und sprechen perfekt deutsch. Die Mutter geht stundenweise arbeiten. Eine „ordentliche“ und „saubere“ Familie also.

Doch der Hausbesitzer war auch uns gegenüber sehr unfreundlich. „Ausländer stinken“, sagte er, „Ausländer sind dreckig, haben kein Benehmen und außerdem sind sie laut“. Nein, für ihn und seine Mieter komme das nicht in Frage. Wir haben dann der Familie abgeraten weiter um die Wohnung zu kämpfen. In so einem Haus wird man nicht glücklich. Wir wünschen dem Hausbesitzer eine deutsche Familie die stinkt, laut ist und kein Benehmen hat.

Für das Team der Allgemeinen Lebensberatung
Anna Maria Haas

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17 Antworten zu “Nur keine Ausländer in meinem Haus”

  1. Ausländerin sagt:

    Ich finde es schade das es noch Menschen gibt, die uns obwohl wir schon seit Jahren hier geboren sind und auch hier Sterben werden, trotzdem als Ausländer ansehen.
    Wann ist mann Deutsch in euren Augen??????
    Wie muss mann sein???
    Noch vor kurzem musste ich mit ansehen wie jemand wegen seiner Herkunft auf übelster Art und Weise Diskriminiert wurde–Warum????
    Hey Mensch! was ist los mit der Geselschaft? Können wir uns nicht ALLE so entwickeln wie wir es für Richtig halten ohne das mann dafür in einen Topf geworfen wird.
    Nicht vergessen”Als ganzes sind wir Mensch”!
    Wir sind alle gleich jeder von uns kann Dreck machen und Laut sein, dafür braucht man weder ein Deutscher zu sein noch ein Ausländer.
    Hört endlich auf damit und traut euch auch mal die Ausländer zu fragen und geht auf sie zu, nicht alle sind Asozial…….

  2. krausse sieggi sagt:

    Das stimmt, die Erde gehört allen. Aber jedes Land gehört nicht jedem Bürger.
    Wenn ich in einen “Gastland” lebe und mich durchfüttern lasse muß ich mich schon ein bißchen anpassen.
    Wer das kann ist ja gut. Wer nicht was dann???????????

  3. geheim sagt:

    obeflächlich.

  4. Herbert sagt:

    Ich sage einmal:
    WENN es wirklich solche „Ausländer“ geben SOLLTE, dann gibt es auch sicher solche Deutsche oder aus Deutschland kommende.
    Wenn ich aber eine solche Antwort gebe, wohlwissend dass die Dreckigen, Stinkenden und Lauten tatsächlich vorhanden sind, die eben welche dann ja auch in dieser Gesellschaft abgerutscht zu sein scheinen und eigentlich irgendwelcher Hilfe bedürfen, widerspricht das meinem christlichen Glauben einem anderen nicht nur etwas schlechtes zu wünschen, sondern auch eine Diskriminierung derjenigen wo ich annehme das es sie gibt, die ja auch eigentlich meine Hilfe benötigen.

    Der Frau Anna Maria Haas wünsche ich alles Gute und eine Lebenseinstellung die ihr zur Ehre gereicht.
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

    Wer seines Nächsten Ehre schmäht,
    Und gern sie schmähen höret;
    Sich freut, wenn sich sein Feind vergeht,
    Und nichts zum Besten kehret;
    Nicht dem Verleumder widerspricht;
    Der liebt auch seinen Bruder nicht.

  5. Mattmüller sagt:

    Anna Maria Haas wünscht dem „Hausbesitzer eine deutsche Familie die stinkt, laut ist und kein Benehmen hat.“ Damit begibt sich eine Caritas-Mitarbeiterin auf das gleiche Niveau wie der von ihr angeprangerte Hausbesitzer.

    Das Problem ist, dass Gutmenschen einen Hausbesitzer als moralisch tiefstehenden Ausbeuter ansehen und ihm gute Grunde nicht zugestehen können – seine Ablehnung einer Personengruppe zeigt angeblich seine moralische Verkommenheit. Angenommen jemand kauft eine Wohnung in einem Wohnblock oder ein Haus mit mehreren Einheiten zu seiner Altersversorgung und zahlt es ab durch die Mieteinnahmen plus eigene Leistungen. Der muss darauf achten, dass das Objekt kostendeckend vermietbar bleibt. Wir haben in Deutschland nun einmal eine überalterte Gesellschaft; wenn in einem Haus Personengruppen einziehen, die Nachts laute Musik machen oder Waschmaschinen laufen lassen, oder im Treppenhaus nicht grüßen oder durch Nichtkommunikation ältere Bewohner ängstigen, kurz: die die Gepflogenheiten in Deutschland nicht kennen oder befolgen, dann verliert der Hausbesitzer seine besten deutschen Mieter. Da nützt das Argument: „Auch Deutsche machen Krach und Dreck“ nichts – wenn der Vermieter dies ihnen beim Vorstellungsgespräch ansieht, weil sie mit Irokesenschnitt oder Springerstiefeln antreten, wird er auch Deutsche ablehnen.
    Bei Deutschen immer und überall Böses zu wittern – das ist so abgelutscht und geht so auf die Nerven.

    @ Beta: Danke für Ihre zutreffende Einschätzung: „Die Deutschen sind eigentlich tolerant und offen für andere Kulturen.“

  6. ango sagt:

    Ich bin als Sozialarbeiter tätig, meine Aufgaben besteht darin wohnungslose Menschen mit Wohnraum zu versorgen. Hierunter fallen auch Migranten die noch in Notunterkünften leben.

    Meine Erfahrung ist anders. Im Gegensatz zu wohnungslosen deutschen ist es für mich ein Klacks Migranten zu vermitteln. Dennoch gibt es Diskriminierung. Diese ist auf dem Wohnungsmarkt aber grundsätzlich eher die Regel. Wer nicht gerade unter die Kategorie “ruhige, alleinstehende ältere Dame” fällt muss mit Diskrimminierung rechnen. Egal ob Jung (hört laute Musik, puzt das Treppenhaus nicht), arbeitslos (Geld kommt unregelmäßig, Was wenn sie morgen wegen Arbeit umziehen müssen), Alt (ziehen sie doch gleich ins Altenheim) oder was auch immer.

    Schnell wird der moralische Zeigefinger erhoben und der Vermieter ist der Böse. Das ist mir zu einfach. Aus meiner Erfahrung muss man halt sehen, was den Vermieter dazu bewegt so zu denken und ihm ggf. Sicherheiten zu bieten. z.B. macht es keinen Sinn auf einen Mietvertrag zu plädieren, wenn ein Ausländer eine unsichere Aufenthaltsperspektie hat (Duldung, Aufenthaltsbefugnis) ohne im Vorfeld zu klären wie bei Aufenthaltsbeendenden Maßnahmen die Kündigungsfrist eingehalten werden kann und wer für Räumungskosten aufkommt. Auch muss klar sein, dass wohnen in Deutschland anders aussehen kann als in vielen anderen Ländern (z.B. Heiz- und Lüftverhalten zur Vermeidung von Schimmel, es gibt genügend MIgranten, die keine Heizung kennen, ich hatte auch mal ein Familie die ganz gezielt ein schwüles Klima in ihrer Wohnung geschaffen haben, weil es sie an das Klima aus ihrem Herkunftsland erinnert hat). Auch mangelnde Deutschkenntnisse können ein Problem sein und zu Konflikten innerhalb des Hauses führen. Wenn man mit Vermietern spricht, haben viele echte Horrorerfahrungen (z.B. Balkon wurde zum Schächten benutzt). Auch der Hinweis auf “therapeutische” Gründe zum wohnen zieht bei Vermietern nicht (z.B. der Klient hat eine posttraumatische Belastungsstörung und braucht aus diesem Grund dringend ein ruhiges Umfeld um überhaupt therapiert werden zu können). Dies mag aus fachlicher Sicht richtig sein, interessiert den Vermieter jedoch nicht. Er macht sich eher Gedanken darüber, was für Auswirkung diese Erkrankung auf das Wohnverhalten hat (Vielleicht hatte der Vermieter bereits einen kriegtraumatisierten Mieter der sich regelrecht verschanzt hat und sich permanent bedroht und verfolgt fühlte.)

    Viele Vermieter wollen sich einfach absichern und Ärger vermeiden. Natürlich gibt es Diskrimminierung auch gegen Nichtdeutsche. Aber nicht selten sind solche Vermieter auch gebrannte Kinder und wollen sich schützen.

  7. Janus sagt:

    Die Art und Weise, wie dieser vermieter reagiert hat ist genauso inakzeptabel, wie das “Wohn” Benehmen vieler Ausländer hier!

    ABER… Die Deutschen sind da kein bisschen besser…!!!
    Nur eben auf andere Weise… Andere Länder, andere Sitten…

    Nur wie sollen wir zusammen auskommen, wenn wir nicht gemeinsam leben wollen? Wenn keiner bereit ist, auf den anderen zu zukommen?

  8. kleinert sagt:

    hallo ich muß sagen obwohl belger und selbner europäer der mann hat insoweit recht als er bestimmt an wen er vermietet alles andere ist vblödsinn.
    nun ich habe gemerkt das die caritas in daun selber fremdenfeindlich ist ich lebe in boxberg und habe mich dort beschwert weil die carital pflegedienste immer ohne mich zu fragen auf meinem eigentum fuhren und wendeten obwohl dafür genug anderer verkehrsraum zur verfügung steht nun auf meine beschwerde hin wurde ich abgebügelt mit den worten wir werden die leute warnen auch vor ihnen . nun frage ich mich wer ist hier fremdenfeindlich aber kein problem ich bin absofort weder mitglied noc spender. übrigens man nennt dieses verhalten störung des eigentums- hausfriedensbruch diverse anschreiben an den hauptverband wurden nicht beantwortet,

  9. Beta sagt:

    Ich bin selber keine Deutsche und muss sagen,dass ich den Fehler aber auch bei uns Ausländern suche. Wenn wir und etwas anpassen würden,dann bekämen wir auch (vielleicht) mehr Toleranz zu spüren. Bei uns ist es üblich,dass jeden Tag mindestens 10 Leute auf einen Kaffee vorbeikommen. Abends kommt der Nachbar mit der Gitarre und da wird bis morgens gesungen. Denn die Menschen arbeiten ja bei uns nicht. 90% der Jugendlichen sind in meiner Heimatstadt arbeitslos. Als ich in Köln eine Wohnung suchte und meine jetzige Vermieterin mir die Wohnung nicht geben wollte,hab eich gefragt,ob mein ”Nicht-Deutsch-sein” der Grund ist. Sie sagte einfach ”ja”. Die Ausländer seien laut! Ich habe das lange ausdiskutiert und bin gegangen. Nach 30 Minuten rief sie und sagte,dass ich ihr so sympathisch bin und sie mir gerne die Wohnung geben wird. Ich bin nun die einzige Ausländerin in diesem reichen Viertel hier! Ich sitze nun abends nicht mehr mit meinen Freunden mit der Gitarre und habe nicht laufend Leute bei mir ,die mich besuchen. Ich habe mich angepasst und ich wurde mit offenen Armen empfangen.

    Die Deutschen sind eigentlich tolerant und offen für andere Kulturen. Mann muss aber auch den Fehler bei uns Ausländer suchen. Als Dozentin arbeite ich täglich mit Ausländern und weiß wovon ich rede. Und ich kenne sehr viele Ausländer/Menschen mit einem Migrationshintergrund,die gerade aus diesem Grund sehr viel hier profitieren.

    Viele Grüße
    Beka

  10. Markus sagt:

    So ein Mensch ist der größte Abschaum, den es gibt. Ich hatte mal auf der Arbeit mit einem unserer Kunden telefoniert, der von uns mit einer Haushaltshilfe versorgt wird.

    Da seine vorige Hilfe nicht mehr kommen konnte, wollte ich ihm einer unserer besten Putzhilfen schicken. Sie war allerdings keine deutsche, was kein Problem sein dürfte. Er hatte abgelehnt. Eine Ausländerin brauche ich ihm nich zu schicken. Ich habe mir erstmal die Meinung gesagt und gemeint, wenn er es ablehnt, muss er auf unsere Hilfe verzichten und sich woanders jemand suchen.

    In welcher Zeit leben wir denn ?

  11. A.M.Haas sagt:

    Heute in der Beratung:
    Eine deutsche Frau geht zu einem deutschen Arzt. Dort berichtet sie von Ihren veilleicht durch Einsamkeit bedingte Depression.Sie wurde dann gefragt,ob sie denn keine Freunde habe. Doch sgte die Frau,ihre beste Feundin sei eine Muslime.
    Haben sie denn keine DEUTSCHE finden können,fragte der Arzt…….

  12. Kollegin sagt:

    Diese Erfahrung der Ablehnung machen viele der Menschen mit denen wir arbeiten, Die Menschen (Vermieter, Arbeitgeber, Nachbarn)haben ihre festen Bilder/Vorurteile im Kopf und wollen auch nicht eines Besseren belehrt werden. Es würde ihr Weltbild sicher sehr erschüttern, festzustellen, dass diese Menschen garnicht so sind, wie sie gemeint haben. Leider brauchen viele Menschen ein Feinbild, um sich besser zu fühlen.Besonders Muslime sind von diesen Vorurteilen seit einigen Jahren sehr betroffen, auch geschürt durch unverantwortliche Pressemeldungen. So finden die Menschen noch schwerer eine Wohnung, Arbeit oder einfach nur einen nachbarschaftlichen Kontakt und Ablehnung schlägt ihnen entgegen.Ich frage mich immer, was macht diese offen geäußerte Ablehnung mit den Menschen, die sie erfahren müssen????

  13. Achtung vor dem Anderen sagt:

    Meine Arbeit in einer Beratungstelle für Flüchtlinge und Asylbewerber bestätigt, was in Sie in Ihrem Bericht schreiben.
    Unsere Flüchtlinge leben teilweise schon sehr lange in einer Unterkunft, meist Iraker. Für einen dieser Flüchtlinge war ich viele Jahre auf der Suche nach einer Wohnung, bis ich eines Tages erfuhr, dass es in dem ganzen Ort wohl keinerlei Möglichkeit geben würde, irgendeinen dieser Menschen in einer Wohnung unter zu bringen. Mir wurde tatsächlich gesagt, dass der größte Teil aller freien Wohnungen einem Vermieter gehören und der hätte was gegen Ausländer, speziell gegen die in der Unterkunft.
    Und den Satz: “Wir können das unseren deutschen Mietern nicht zumuten bzw. die ziehen uns alle aus, wenn wir an Ausländer vermieten” musste ich mir auch anhören.
    Meine Argumente, dass ich den Iraker schon sehr lange kenne, er ein zuverlässiger, ruhiger Mensch ist und diese Wohnung aus gesundheitlichen Gründen (chronische Erkrankung) dringend braucht, fruchteten leider nicht.
    Und im Stillen dachte ich mir das Gleiche wie Sie, ob es Segen hat, bei einem solchen Vermieter zu wohnen?

    Leider ist die allgemeine Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund immer noch sehr stark vorhanden.
    Dabei sind wir doch fast alle von Migration betroffen.
    Wie viele von uns Deutschen hatten ebenso in der Familie und Verwandtschaft Fluchtgeschichten nach dem 2. Weltkrieg?
    Und was wäre gewesen, wenn einer gesagt hätte, die wollen wir nicht, die sind eine Zumutung?

    Wie heisst es so schön:
    “Alle Menschen sind Ausländer. Fast Überall.”

  14. Martin sagt:

    Sorry, aber wenn ich das lese, wird mir schlecht. Soclhe Typen ticken doch nicht mehr richtig. Null Horizont. Weiß gar nicht, wieso wir hier eine Integrationsdebatte führen. Vielleicht sollten wir erst mal dafür sorgen, dass solche rassistischen Denkweisen in den Köpfen mancher Deutschen ausgerottet werden. Aber scheinbar gibt es immer noch ein paar Unverbesserliche.

  15. musesuse sagt:

    Schade, das der Gedanke von Schiller:
    Alle Menschen werden Brüder wo dein sanfter Flügel weilt.
    nicht in allen Köpfen zu hause ist.Das Zusammen Leben der großen Menschheitsfamilie auf dieser Erde wäre dann um vieles einfacher.
    Da fällt mir etwas von Eugen Roth ein:

    Ein Mensch fühlt sich wie verwandelt
    sobald man menschlich ihn behandelt.

    Ein Dankeschön an ihre Handreichung,dieser Familie und vielen anderen zur Seite zu stehen.
    Herzliche Grüße aus Jena und viel Kraft für weiteres wünscht Musesuse

  16. A.M.Haas sagt:

    DANKE! Das finde ich auch.
    Gruß a.M.Haas

  17. Igasho sagt:

    Man fragt sich, wann die Menschen endlich begreifen, dass es keine Aus- und Inländer gibt, sondern nur MENSCHEN.