Eine ruhige Wohngegend mit gepflegten Gärten und schönen Einfamilien-Häuschen. Auf den ersten Blick die perfekte Idylle, heile Welt pur. Der Anruf einer dort lebenden Familie hat dieses Bild in unseren Köpfen zerstört. Beim ersten Besuch tauchten wir tief in eine Familientragödie ein, die für Frau und Kinder wie aus heiterem Himmel kam.
Der Ehemann und Vater der Familie war straffällig geworden und saß in Untersuchungshaft. Da er immer alle finanziellen Angelegenheiten geregelt hatte, wusste die Familie über die derzeitige finanzielle Situation nicht Bescheid. Schnell stellten sie fest, dass keine Ersparnisse vorhanden waren. Ein Haus, belastet mit Schulden, kein Einkommen. Die Sorge, von was die Familie in Zukunft leben sollte, belastete alle schwer. Auch der Gedanke, dass nun Nachbarn, Bekannte und Mitschüler von der Inhaftierung des Vaters erfahren würden.
Wir gingen die Wege zum Jobcenter, zum Rechtsanwalt oder ins Gefängnis mit der Ehefrau gemeinsam. Es war für die ganze Familie unbegreiflich, wie der Vater „in eine solche Geschichte“ hineinrutschen konnte. „Es ging uns doch gut“, sagte die Mutter immer wieder. „Wir waren zufrieden, die Kinder machten uns keine Sorgen, warum nur?“
Das WARUM können auch wir nicht beantworten. Wir können nur da sein, wenn die Familie uns braucht und das Gefühl geben, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine ist. Wir haben gelernt: Man kann nicht in die Häuser hineinschauen, genau so wenig wie in die Menschen. Man denkt „hier ist die Welt noch in Ordnung“, und kann sich doch so täuschen.
Tags: enttäuschung, familie, haft









am tollsten finde ich dass ihr in der lage seid die passenden ämter für die richtigen nöte zu finden
vernetzung ist eine wichtige aufgabe und ihr beherrscht sie gut
Hallo und guten Abend,
es ist schön eine Antwort zu bekommen. Das gibt Kraft und Mut zum Weitermachen.
Sicher ist es nicht immer leicht,aber wenn Menschen mir zu lächeln und Danke sagen hat es sich geloht.
Gruß und alles Gute
A.M.Haas
Sehr geehrte Frau Haas,
ich finde es super, dass Sie mit Ihrer Einrichtung für die Menschen da sind. Ich stelle leider immer wieder fest, wie viele Menschen gar nicht wissen, dass sie Hilfe bekommen können – die sind so alleine, das tut mir dann in der Seele weh. Danke daher für Ihr Engagement.