Das war Dein letztes Abenteuer.
Was kümmert Dich nun der Sonnenschein?
Die hoch aufgetürmten Tage stürzten ein,
gerieten zu unruhigen Nächten,
in denen Du auf der Straße schliefest,
mit Hunger, der durch nichts zu stillen war.
Kälte und Heroin nagten an Deinem Körper,
hin und her gerissen im Fieberfrost,
während Du mit Nadeln in Deinem Blut wühltest
und suchtest.
Kein Plan, kein Halten an Schritten zu einem Ziel,
geschlossene Türen,
die sich nicht öffnen wollten.
Du lebtest im vertrauten Raum Deiner inneren Wände,
bewegungslos und einsam,
triebst so haltlos durch Dein Dasein,
schlafend, verwirrt, hinüber ….
Heute fällt der Regen noch trüber,
ich wünschte, Du könntest noch einmal zu mir kommen
und in meine Augen sehen.









Die Nachricht hat mich heute doch recht nachdenklich gestimmt. Normalerweise verfolge in deine Beiträge hier regelmäßig, aber diesen scheine ich
übersehen zu haben. Wie es eben so ist, wenn Menschen von uns gehen die man kannte, beginnt anch solch einer Nachricht eine Vorstellung im Kopfkino.
Zum Teil Dramen. Zum Teil Comödien. Nun scheint das letze Kapitel entgegen aller Hoffnung, leider eine Tragödie geworden zu sein.
Es geht in jedem Fall ein wertvoller Mensch.
Der Mensch ist schon seltsam.
Er weiß und verdrängt bewusst.
schaut klar und sieht bewusst anders.
Im Bereich der sozialen Arbeit muss man solch eine Denkensweise wohl auch als Antrieb sehen.
Ohne Optimismus kommt man nicht weit.
Allerdings schlägt Optimismus -so geht es mir zumindest- ab und zu auch in eine gewisse Selbstverständlichkeit um.
So ist der Gedanke des Verlustes von Personen selbst im Bereich der Drogenhilfe nicht ständig präsent.
Man nimmt die Existenz von Menschen als eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn man wissen sollte, dass
die Realität anders aussieht oder aussehen kann.
Aber wer will schon ständig in der Realität leben…
UNfassbar
UNbegreifbar
ein letzter Hauch, unterstützt durch O 2,
UNglaubliche Augen, ein letztes Lächeln auf den Lippen.
ABGANG !
So einsam, verwirrt,schlafend, kannst nicht mehr zurückkommen.
UNgerecht
Wir haben alles getan!
Weiße Weste?
UNbefriedigend
Der Kampf geht weiter!
Danke Thorsten,……………..
B.
Hallo Thorsten,
auch wenn wir ihm heute nicht mehr in die Augen sehen konnten,
so war es doch ein sehr berührendes Erlebnis.
Liebe Grüße von deiner Kollegin,
Jane