« Job und Kinder unter einen Hut bekommen Den wahren Peter kennen lernen »

„Für was soll ich noch leben?“, fragte uns ein Mann, der seit einigen Jahren ohne festen Wohnsitz lebt. Seine Lebens- und Leidensgeschichte ist tragisch.  Eine glückliche Ehe, zwei gesunde Kinder, ein kleines Reihenhaus und einen festen Job als Lehrer. Alles war perfekt, bis an jenen verschneiten Wintertag, der sein Leben aus den Fugen riss.

Seine Frau kam auf dem Weg zum Kindergarten mit dem Auto von der Straße ab und stürzte eine Böschung hinab. Alle drei konnten nur noch tot geborgen werden. Seine Welt stürzte zusammen. Er begann zu trinken, machte Schulden, kam seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nach und verlor Haus und Hof. Irgendwann landete er auf der Straße. Jegliche Hilfe unserer Seite lehnte er ab.  

Regelmäßig haben wir ihn in seiner “Ecke” besucht, ihn mit Lebensmitteln versorgt und immer wieder unsere Hilfe angeboten.  Er war dankbar für unser Kommen aber mehr Nähe ließ er nicht zu.

Als wir ihn nun wieder besuchen wollten, konnten wir ihn nicht finden. Einige Tage später kam der Anruf einer Polizei-Dienststelle. Er hatte sich das Leben genommen. Den Zettel mit unserer Telefonnummer fand die Polizei in seiner Tasche. Sein Lebensinhalt war seine Familie. FÜR WAS SOLL ICH NOCH LEBEN?

 Für die Allgemeine Lebensberatung
Anna Maria Haas

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4 Antworten zu “Alles war perfekt …”

  1. Markus sagt:

    Ich muss auch sagen, sehr tragische Geschichte. So ein Verlust muss ein furchtbarer Schmerz sein, den man einfach nicht mehr verliert.

    Sowas ist schwer in Worte zu fassen.

  2. m.assmann sagt:

    solche elebnisse machen traurig und ich glaube der satz hätten wir doch oder wenn wir- wird oft fallen aber das ist vorbei
    trost ist wenn er gewollt hätte wusste er wohin
    danke für die einfühlsamen berichte

  3. Sabine sagt:

    Wie tragisch und zu gleich traurig.
    Oft vergessen wir im Leben was wirklich wichtig ist.
    Viel zu viel Zeit wird für Ärger, Streit und Trauer geopfert.
    Man soll jeden Augenblick geniessen und dankbar für seine Familie sein!

  4. Igasho sagt:

    Oh, wie tragisch!

    Ich glaube, man kann so ein Unglück nur bewältigen, indem man weise wird und noch liebevoller als man vorher schon war…und das ist sehr schwere Seelenarbeit, die da zu leisten ist…wenn man da niemanden hat, der einem zur Seite steht… wir alle müssen viel mehr füreinander da sein…