Der Vater von drei erwachsenen Töchtern war regelmäßiger Besucher unserer Beratungsstelle. Die Jüngste wohnte noch bei den Eltern. In der letzten Zeit war sie in zweifelhafte Gesellschaft geraten und hatte deshalb auch Kontakt mit der Polizei. Als sie zu uns kam, waren wir erstaunt. Hatten wir sie doch als sehr schlankes Mädchen in Erinnerung und jetzt war sie so um die Taille , na – etwas unförmig. Bei uns läutete eine Alarm-Glocke.
Als die beiden einige Wochen später wieder kamen, war das Mädchen so um die Taille herum noch etwas stabiler geworden… Da läuteten bei uns ALLE Alarm-Glocken. Wir sprachen das Mädchen daraufhin an.
Ja, sagte Paula, nachdem sie mit dem Ballett tanzen aufgehört hätte, hätte sie „etwas zu gelegt“. NEIN, schwanger wäre sie nicht. Woher auch. Der Vater nickte zu stimmend. Häufig sahen wir das Mädchen beim Einkaufen. Trotz Wintergarderobe konnten wir sehen, dass sich da weiterhin was tat. Kurz vor Weihnachten machten wir einen Hausbesuch. Nein, schwanger sei sie keineswegs, woher auch.
Am Heiligen Abend wurde Paula mit Verdacht auf Blindarmentzündung in das Krankenhaus eingeliefert. Der Blinddarm wog 3350 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Frohe Weihnachten.
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Welch schöne Blinddarmüberraschung.
Auf der einen Seite Unfassbar, aber auf der anderen Seite doch ein Lächeln wert.
Trotz der Tragik ist der Weihnachtsblinddarm immer noch ein Schmunzeln wert.
Oh ja, kann mich an den Blindarm noch gut erinnern. Was aus einem Blindarm so alles enstehen kann.