War keine schlechte Entscheidung nach Berlin zu fahren. Zwar hat mir nicht alles an dem Seminar gefallen, aber ich merke, es hat mir gut getan. Ein Workshop zum Thema Selbsthilfe. Am ersten Abend dachte ich, dass es wohl mehr Shop als Work wird und war damit gar nicht zufrieden. Die Hauptaktivität des zweiten Tages war dann der Besuch einer Kletterhalle. Auch nicht der Hauptzweck meiner Anreise, aber da gab es eine Überraschung für mich.
Super. Da hatte ich mir gar nichts vorgenommen. Mir ging es nicht darum, oben anzukommen. Die Knie sind ein bisschen weich und man beginnt die ersten Meter. In fünf Metern denkt man dann, unten ist es eigentlich viel gemütlicher, aber umkehren? Runter klettern ist eher schwerer als rauf und grundlos loslassen oder sagen, es geht nicht weiter – nein, keine Option. Das Gefühl der Herausforderung, unten vor der Wand, ist unangenehmer als der nächste Meter. Und ups, plötzlich ist man oben.
Der letzte Tag brachte dann eigentlich das, was ich von diesem Seminar erwartet habe. Ich fand es recht beachtlich, was die Teilnehmer einbrachten und gut, was bei dieser Diskussion herauskam. Ja, das war insgesamt wieder mal ein Erlebnis. Vor allem, dass so ein Tag Vertikal-Krabbelgruppe eine gute Grundlage ist in Kontakt zu kommen. Ich habe das heute den ganzen Tag bemerkt, dass mir dieses Seminar einiges gebracht hat. Es gibt Möglichkeiten und es gibt etwas zu tun (viel zu tun). Ein gutes Gefühl.
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