Manche Entscheidungen haben etwas Merkwürdiges. Wir haben in der Gruppe noch mal über meinen Eisbecher gesprochen. Über den Eisbecher und unsere Regel des Gruppenausschlusses nach einem Rückfall. Für den Betroffenen ist eine solche Regel nicht gerade hilfreich. Eine Therapeutin, die ich zu dieser Regel einmal befragt habe sagte, diese Regel sei ganz einfach Schwachsinn. Und doch gilt sie jetzt auch für mich.
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Archiv für August 2009
Ich bin raus aus der Gruppe
Donnerstag, 27. August 2009Erinnerungen an die Psychiatrie 1
Mittwoch, 26. August 2009Heute Mittag habe ich noch ein wenig sauber gemacht in der Gärtnerei. Ganz in Gedanken versunken habe ich meine Bahnen gezogen im Büro und woanders. Ich habe über die Psychiatrie nachgedacht, in der ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe. 1989 war ich nach meinem ersten Nervenzusammenbruch dorthin gekommen. Es war für mich ein sehr ungastlicher Ort. (weiterlesen…)
Das Suchtgedächtnis vergisst nichts
Mittwoch, 26. August 2009
Die Regeln in unserer Selbsthilfegruppe sind übersichtlich und klar. Neulich habe ich mir unübersehbar und klar einen Verstoß geleistet. In der Eisdiele hatte ich einen Eisbecher bestellt. Als er vor mir stand, wusste ich schon vor dem Probieren: Tja, geht eigentlich nicht, ist mit Alkohol. Ess’ ich halt um den dummen Fusel herum, was soll’s. An der Stelle hatte ich keine Sorgen, mein Suchtgedächtnis zu aktivieren. Nach meiner bestandenen Meisterprüfung war das allerdings anders. (weiterlesen…)
Vererbt sich Gewalt?
Dienstag, 25. August 2009Gestern nachdem ich meinen Tagebucheintrag beim Nervenarzt geschrieben hatte, war das Problem auf dem Papier. Erleichtert ging ich zum Gespräch. Wir plauderten über alles Mögliche, dann gab es die Spritze. Denn solche ernsthaften Themen, die einen so bewegen oder gar verfolgen, sind auch ein Alarmsignal für den behandelnden Nervenarzt die Medizin höher zu dosieren. So denkt man doch an vieles in der Vergangenheit, zum Beispiel, ob Gewaltbereitschaft erblich ist. (weiterlesen…)
Knetmasse Leben
Dienstag, 25. August 2009
Frohes, tristes, atemberaubendes, belangloses Leben – nichts ist für ewig! Erde aus Blättern, Kohle aus Holz – erschaffend, vergehend. Im Zeitraffer entwickelt man sich selbst. Der Kiefer klappt über das Hirn, zerkaut einen. Wangen fließen, Rippen knacken. Die Füße stülpt man in neue Hautlappen: Knetmasse Leben. (weiterlesen…)
Hartz 4 macht einsam
Montag, 24. August 2009Nach langer Zwangspause, durch die von Hartz 4 geförderte Trennung von meiner Freundin bedingt, möchte ich mich nun wieder melden. Ich fühle mich immer noch ohne Antrieb, leer und ohne Perspektive. Allein mit mir, meinem Hund und Hartz 4. (weiterlesen…)


