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2009 6 Aug

Über einen Tag, der unser Leben veränderte

Autor: MuseSuse | Kategorie: Armut | RSS 2.0 |
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Mein Sohn, der mittlerweile so schöne Fortschritte macht, Gedichte und Theaterstücke schreibt und lieb ist, gibt mir immer Anlass, an den 16. Februar 2007 zu denken, aber auch an die Zeit davor. Nach der ersten Liebe war er unglücklich, nahm Drogen wie Cannabis, hörte harte Musik und war natürlich auch durch die Pubertät verändert. Er trug schwarze Kleidung, sang menschenverachtende Liedtexte und hatte plötzlich keinen Bock mehr auf Schule, obwohl er vorher Klassenbester war.

Ich hatte damals einen Text über die schädliche Beeinflussung von Hartrockmusik auf unsere heranwachsenden Kinder geschrieben und ihn bei einer Zeitung abgegeben. Mein Junge veränderte sich zusehends. Er verbrachte Stunden im Bad und stand wie ein Agent, ganz in schwarz, im Zimmer und schnitt mit dem Messer oder einer stumpfen Machete Löcher in die Luft. Selbst meine besorgte Hausärztin ließ ihn nach einem Gespräch wieder laufen, denn zum Nervenarzt wollte er nicht.

An diesem 16.2.2007 sah es früh schon so aus, als ob er etwas vorhatte. Ich rief in der Schule an, bei der Polizei und beim sozialpsychiatrischen Dienst, weil der Junge mindestens ein scharfes Messer dabei hatte. Er hatte es neu gekauft, denn die anderen hatte ich versteckt. Man hatte ihn zwar aus dem Unterricht genommen und Gespräche geführt, aber sonst passierte nichts. Mürrisch kam er nach Hause. Als wir beide alleine in der Wohnung waren und ich mich meinem Nachmittagsschläfchen widmete nahmen die Dinge ihren Lauf. Ein Nachmittag der das Leben für einige Zeit veränderte und von dem ich noch weiter berichten werde.

Grüße von Muse Suse

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