« Kluge Worte statt Prügel Wie ein schwerer Rucksack »

Samstag habe ich mit Micha geredet. Per Telefon. Skype macht’s möglich. Von Micha hatte ich schon eine ganze Weile nichts mehr gehört und das Gespräch gestern war sozusagen mein Wochenend-Highlight. Bei dem, was er so erzählte, bekam ich etwas Fernweh. So berichtete er zum Beispiel etwas von einem Kurzurlaub an der koreanischen Grenze. Er ist dort mit seinem russischen Reisebegleiter in eine Schlägerei geraten. Hörte sich recht turbulent an. Festnahme, ein Tag bei der chinesischen Polizei, ein üppiges Essen mit den Polizisten, die sie eingeladen hatten und das Angebot die Krankenhausrechnung zu übernehmen – oder 10 Tage Haft

Gewalt ist das Letzte, so habe ich das hier mal geschrieben und so meine ich das auch. Und weder Micha noch ich haben da irgendwelche Ambitionen. Wirklich geprügelt habe ich mich das letzte Mal mit zwölf.

Fernweh? Mir fehlen die Situationen, in denen man nicht mit Vorsicht und überlegung heraus kommt. Ich denke da an einen Urlaub in Spanien. Während ich Auto fuhr, wurde mir ein Bong gestopft. Anders als sonst wollte ich anhalten um ihn zu rauchen und sah mich nach einer Haltemöglichkeit um. Die Einfahrt passt, sieht aus wie ein Schlachthof. Direkt vorm Tor hielt ich und rauchte den Bong, blies den Rauch aus und sah mich um. Ein Schlachthoftor hat nicht diese Sehschlitze, ist denn wohl doch eher ein Knast. Ich stellte mir den Beamten auf der anderen Seite des Tores vor und fuhr amüsiert weiter. Bisschen mehr Risiko würde mein Leben schon bereichern.

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Eine Antwort zu “Ein bisschen Risiko bereichert das Leben”

  1. ed hardy sagt:

    Samstag habe ich mit Micha geredet. Per Telefon.