Hallo, da bin ich auch mal wieder. Das Ende der bisherigen Beziehung zu meiner “nur noch Freundin” hat mich noch dünnhäutiger gemacht, was die unfairen Verhältnisse gegenüber Hartz-4ern mit Familienrückhalt angeht. Dieser Rückhalt verschafft einigen von ihnen ein großes Privileg: Immer was Gutes zu essen, wenn sie ihre Eltern besuchen, Geburtstagsgeld, Weihnachtsgeld, Hilfe bei finanziellen Engpässen – und von meiner Freundin weiß ich, dass das Geld ihrer Eltern sogar für dreimal im Jahr Urlaub reicht. Zudem hat Sie letzte Woche noch ein neues Auto mit Klimaanlage bekommen, welches dank Abwrackprämie von ihrer Tante gesponsert wurde. Und das alles, ohne selbst einen einzigen Cent dazu erarbeiten zu müssen.
Das alles kam mir hoch, nachdem eine alte Bekannte von mir, die ich auch diesem privilegierten Kreis zuordnen muss, erzählte: “Wenn man sich das wenige Hartz-4-Geld richtig einteilt, kann man damit hinkommen.” Ich glaube, dass mein Saufdruck viel damit zu tun hat, dass ich fast nur Hartz-4er mit eben diesen familiären Hintergründen kenne und mich alleine fühle, weil ich keine solche Familie habe.
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