Ba kenne ich schon seit 27 Jahren. Sie ist eine der wenigen, mit der ich Kontakt gehalten habe. Allerdings auch mit Unterbrechungen. Als wir in Bielefeld lebten – beide auf Heroin, beide immer mit den letzten Kröten auf der Suche nach Shore - sind wir getrennte Wege gegangen. Drogenabhängigkeit lässt keinen Platz für Freundschaft. Gerade haben wir uns für Sonntag verabredet.
Früher ist es mir schon mal aufgefallen, dass ich mich eigentlich nur dort wirklich wohl fühlte, wo es auch Tiere gab. Es sind nicht allzu viel Leute bei, oder Orte an denen ich mich zuhause fühle. Zuhause. Das besetzte Haus war Zuhause für mich. Das AJZ in Bielefeld, die alte Pauline in Detmold. Punk war ein Zuhause. Egal wo ich hingetrampt bin, ich war nicht allein. Detmold war für mich Zuhause.
Wenn ich Sonntag nach Bielefeld fahre, weiß ich, an diesen Gefühlen kann ich nicht anknüpfen. Ba ist noch mit Meta substituiert, und sie kifft noch. Wenn ich mich in das Gefühl Zuhause sinken lasse und eine Wasserpfeife steht neben mir?
Eine Ersatzsucht, die mich mit Endrorphinschüben versorgt, wie Marathon oder Segelkunstflug, habe ich bisher nicht gefunden. Ein Dogma mit Drogenersatzfunktion, so etwas habe ich auch nicht zu erwarten. Meine Gefühle werden wohl noch eine ganze Weile heimatlos sich hierhin und dorthin bewegen. Bis ich dann vielleicht irgendwann ein Zuhause in mir entdecke.
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