Letzte Woche war ein Benefizlauf zugunsten der Telefonseelsorge, in der Stadt. Es gab am Start Bratwurstmarken und T-Shirts mit Aufdruck Telefonseelsorge, die ein Einkaufszentrum spendierte. Die Strecke belief sich auf ca. drei Kilometer rund um Jenas Innenstadt, Läufer, Radfahrer und Spaziergänger formierten sich unübersehbar durch die Straßen.
Ich war auch dabei. Gut, dass es diese Einrichtung gibt. Habe dort schon Hilfe erfahren. Manchmal gibt es doch Fragen oder Lebensgeschichten, die man loswerden möchte. Jemand der zuhört oder nützliche Tipps bereit hat, da ist die Telefonseelsorge gerade richtig. Beim Pfarrer oder lieben Freunden kann man sich auch gut austauschen.
Nach der Wanderung im Zug mit dem leuchtenden T-Shirts, nahm ich dankbar die Bratwurst in Empfang und ein Becher mit Wasser. Eine Jazzkapelle spielte zur Unterhaltung. Später traf ich liebe Musenschwester. Sie lud mich ein, in ihrer Gaststätte zu verweilen, bei guten Kaffee und Würzfleisch. Herrlich, die gelbe Farbe des Mangosaftes, passend zu meinen bunten Sachen.
Kerstin kauft immer fünf Straßenzeitungen und legt sie dann im Gatto Bello aus, zum Lesen. Wir erzählten miteinander und freuten uns über den schönen Tag. Reich beschenkt mit Eindrücken, Bildern, gut gespeist und getrunken zu haben, nette Gespräche, eine dicke Umarmung von Kerstin und einige Zeitungen verkauft, ging es nach Hause.


Wie manche Klienten träumte auch Noel Gallagher davon ein Star zu werden. Ein anerkannter Songwriter und umjubelter Gitarrengott. Als ihm sein Vater endlich das heiß ersehnte Instrument schenkte, war er dreizehn Jahre alt und mochte die Musik genauso laut und krachig wie die seines Vorbildes Johnny Marr. Leider hatte die Gitarre einen entscheidenden Fehler: sie war rein akustisch. Also Rock’n'Roll untauglich.