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2009 11 Apr

Die schwarze Kugel darf nicht ins Loch

Autor: Rainer S. | Kategorie: Sucht | RSS 2.0 |
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Sehr oft bin ich mir unsicher: War der Eintrag von gestern ein Totalaussetzer? So etwas frage ich mich oft. Ich weiß es, mein Verstand weiß es, und wenn es so wäre? Was soll’s. Kein Beinbruch, … oder doch? Es wird noch lange dauern, bis ich mir selbst über den Weg traue. So ein Hang zum Selbstzweifel war eines meiner Therapieziele. Vier Monate, um ein Leben in eine neue Flugbahn zu bringen. Es ist wie beim Billard. Ein Anstoß.

Die ganzen Kugeln auf dem therapeutischen Billardtisch haben allerdings eine sehr hohe Eigendrehung. Bogenschüsse über drei Banden sind normal. Wenn man auf so einem Tisch liegt, ist das Problem: Man selbst ist die schwarze Kugel. Und wenn man ins Loch geht: Game over. Denken, fühlen und handeln. Alles Eigendrehungen und gut ist, wenn man sie in Einklang bringen kann.

Ein guter Therapeut ist jemand, der den Kern anspielt. Operation am offenen Herzen. Ein Schlechter, der immer nur die gewünschte Richtung anspielt. Der Gute riskiert dabei viel, der Schlechte wird immer belegen können, alles richtig gemacht zu haben. Gut, dass ich kein Therapeut bin.

PS: Gruß an Jürgen B. FKN

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