Ihr seid bestimmt gespannt, wie die Vorstellungsgespräche gelaufen sind! Am Mittwoch war ich in einem Verlag und bewarb mich um eine Halbtagsstelle im Sekretariat. Das fühlte sich sehr gut an … aber das dachte ich schon so oft! Gefallen würde es mir sehr. Die Arbeit selbst dürfte Freude machen und die Kolleginnen scheinen zu passen. Ich bekomme nach etwa zehn Tagen Bescheid!
Heute hatte ich ein Gespräch bei einem Personaldienstleister, der jemanden für 400 Euro monatlich für die Telefonakquise sucht. Kaltaquise ist zwar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, doch zutrauen würde ich es mir. Von Vorteil wäre, dass ich bequem auch von zu Hause aus Arbeiten könnte. Trotzdem insgesamt zu wenig Verdienst, auch mit den beiden Jobs.
Kommende Woche bin ich wieder zum Vorstellungsgespräch bestellt. Ein Vollzeitjob, genau nach meiner Vorstellung. Doch müsste ich dann meinen bestehenden Job kündigen, was mich traurig stimmen würde. Meine Vorgesetzten dort, wissen über mich Bescheid und mögen und fördern mich sehr.
Auf dem Stellenmarkt im Internet sind im kaufmännischen Bereich innerhalb von zwei Wochen leicht 1.000 Clicks auf ein viel versprechendes Stellenangebot verzeichnet. Die Arbeitgeber werden mit Bewerbungen überhäuft. Aus diesem Grund kann ich bei den Eingangsbriefen bzw. -gesprächen natürlich nicht meine Haftstrafe erwähnen, sonst hätte ich null Chancen eine Arbeit zu bekommen.
Der Gesetzgeber verlangt das auch nicht. Es ist nur vorgeschrieben, dass es bei einer Einstellung erwähnt wird, wenn die Arbeit mit dem Vergehen zu tun hat. Z.B. dürfte ich keine Medikamente ausfahren, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.
Ich überlege auch, in keinem großen Betrieb zu arbeiten, da mich vielleicht jemand erkennen könnte. Ich wäre erpressbar oder jemand könnte mich in der Geschäftsleitung austragen und das Vertrauen wäre gebrochen. Bittere Pillen… Doch ich habe Vertrauen … alles wird geschehen, so wie es sein soll. Nicht nach meinem, sondern nach höherem Willen!
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